Kassensicherungsverordnung: Das muss bei der Einrichtung der TSE beachtet werden

Am 1. Januar des Jahres 2020 ist in Deutschland die Kassensicherungsverordnung, kurz KassenSichV, in Kraft getreten. Ziel der vom Bundesfinanzministerium festgelegten Gesetzgebung ist der Schutz vor Manipulation an digitalen Kassen- und Aufzeichnungssystemen. Das erfolgt unter anderem durch die sogenannte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE), die verpflichtend integriert werden muss. Wir erklären, was sich im Rahmen der KassenSichV ändert und welchen Nutzen die TSE genau hat.

Belegausgabepflicht: Nur ein Teil der KassenSichV

Bargeldloses Bezahlen ist heutzutage in aller Munde. Egal ob mit EC- und Visakarte, Apple Watch oder mit dem Smartphone. Besonders in Zeiten von Corona erfreut sich das bargeldlose Bezahlen steigender Beliebtheit. Dass es dabei mitunter zu Daten-Manipulation kommen kann, überrascht nicht. Im Zuge der Digitalisierung hat das Finanzministerium Anfang des Jahres eine neue Regelung, die Kassensicherungsverordnung, verabschiedet. Die wohl bekannteste Richtlinie der KassenSichV ist die Belegausgabepflicht. Die besagt, dass alle Geschäftsvorfälle durch Belege nachvollzogen und an den Kunden ausgehändigt werden müssen. Obwohl diese Regelung bisher für den meisten Gesprächsstoff gesorgt hat, ist das nicht das einzige, was sich mit der Verordnung ändert und zukünftig ändern wird.

BSI: TSE verhindert Löschen und Ändern von Daten

Um betrügerische Absichten zu verhindern, müssen besagte elektronische Aufzeichnungs- und Kassensysteme über eine TSE, die Technische Sicherheitseinrichtung, verfügen. Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die TSE dafür verantwortlich, Daten vor nachträglichen Änderungen zu schützen oder gar das Löschen von Dateien zu verhindern.

Die Daten, die von dem Kassensystem aufgezeichnet wurden, werden durch die TSE gespeichert und können dann vom Finanzamt angefordert und überprüft werden. Die TSE ist verpflichtend. Wer sich der Richtlinie widersetzt, kann mit hohen Strafen rechnen.

Doch nicht nur Finanzbehörden können Geschäftsvorfälle leichter nachvollziehen und mögliche Straftaten schneller und gezielter verhindern beziehungsweise stoppen. Auch für Unternehmen bringt sie einige Vorteile. Mit der TSE Kasse von Tillhub werden Bons zum Beispiel automatisch signiert und archiviert. Statt sich also unnötig in bürokratischen Kleinigkeiten zu verzetteln, kann man die Zeit lieber nutzen und sich seinen Kunden oder neuen Geschäftsideen widmen.

Das iPad-Kassensystem kann aber noch andere Aufgaben erfüllen. Auch bei der Planung und Koordination der Warenwirtschaft erweist es sich als überaus nützlich und hat darüber hinaus sogar eine Onlineshop-Anbindung. Wer sich normalerweise nur ungern mit Finanzen und Abrechnungen beschäftigt, wird mit dem integrierten Kassenbuch zudem weniger Probleme haben.

Schonfrist: Ende September 2020

Die TSE besteht aus einem Speichermedium, einem Sicherheitsmodul sowie einer digitalen Schnittstelle, die die Datenübertragung von der Kasse an das Finanzamt gewährleistet. Ursprünglich sollten Unternehmen die TSE zum 1. Januar dieses Jahres implementiert haben. Das hat sich allerdings nicht komplett durchgesetzt. Einer der Gründe für die Verzögerung ist der obligatorische Zertifizierungsprozess des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, der eine Weile dauern kann. Nun haben Unternehmen bis Ende September 2020 Zeit, die TSE einzubauen. Bis dahin können Firmen auch ohne Sicherheitseinrichtung am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen.

Eine weitere Deadline gibt es für Registrierkassen, die zwischen dem 26. November 2010 und dem 31. Dezember 2019 angeschafft wurden. Kann das Kassensystem aus technischen Gründen nicht an die KassenSichV angepasst werden, ist die Nutzung bis Ende 2022 möglich. Danach muss jedoch auch hier Abhilfe geschaffen werden.

Für elektronische Kassensysteme, die sogenannten POS-Systeme, ist der Einbau einer TSE nach der in diesem Jahr in Kraft getretenen Kassensicherungsverordnung Pflicht. Mithilfe der Technischen Sicherheitseinrichtung soll die Manipulation von Daten verhindert werden. Für Unternehmen hat sie den Vorteil, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und Zeit einzusparen.

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