Finanzielle Beratung und Tipps bei Trennung

„Bis das der Tod uns scheidet“ geloben sich in Deutschland jedes Jahr fast eine halbe Millionen Menschen. In der Realität wird ein großer Teil der Eheleute dieses Versprechen nicht halten können, durchschnittlich jede dritte Ehe wird laut Studien wieder geschieden.

Das Ende einer Ehe ist dabei oft nicht nur schmerzhaft, sondern auch mit hohen Kosten und finanziellen Entscheidungen verbunden. Ansprüche und Unterhaltszahlungen müssen geklärt, Konten aufgelöst und Versicherungen und Hausrat getrennt werden.

Auch bei der Klärung der Frage „Gehen oder bleiben?“ können diese Gesichtspunkte eine wichtige Rolle spielen. Schließlich ist eine Scheidung nicht nur mit einer hohen, emotionalen Belastung verbunden; gerade, wenn nicht beide Partner gleichermaßen an der finanziellen Absicherung beteiligt waren, werden Anspruchsfragen oft schwierig.

Was Sie in dieser schwierigen Zeit beachten müssen, finden Sie hier auf einen kurzen Blick.

Finden Sie heraus, womit Sie finanziell nach einer Scheidung rechnen müssen.

Generell gilt: wurde durch einen Ehevertrag nichts anderes festgelegt, ist laut Gesetz jede Ehe eine Zugewinngemeinschaft. Alle Vermögenswerte, welche im Laufe der Ehe erwirtschaftet wurden, werden gleichmäßig zwischen den beiden Parteien aufgeteilt, unabhängig davon, von welchem der Partner diese finanziert wurden.

Außerdem wird der Zugewinn eines jeden Partners geprüft, also die positive Differenz zwischen dem Anfangsvermögen zu Beginn der Ehe und dem Endvermögen am Tag der Antragsstellung der Scheidung. Ist der Zugewinn eines Partners größer, muss dieser in der Regel die Hälfte der Differenz an die andere Partei abtreten. Zwar muss im Falle einer Scheidung das Vermögen beider Partner offengelegt werden; ob diese Angaben rechtmäßig sind, wird jedoch häufig nicht überprüft. Es ist also sinnvoll, einen Überblick über die Finanzen seines Partners zu haben und, gerade falls die Trennung im Streit erfolgt, Kopien von wichtigen Dokumenten anzufertigen.

Sichern Sie sich ein eigenes Konto.

Im Falle einer Scheidung ist es ratsam, so schnell wie möglich ein eigenes Konto einzurichten und alle Zahlungen auf dieses umzuleiten. Auch kann eine Hälfte des gemeinsamen Guthabens darauf übertragen werden, welches in der Ehe erwirtschaftet wurde und auf das ein rechtmäßiger Anspruch besteht. Weiterhin sollten alle bestehenden Einzugsermächtigungen und Dispo-Kredite gekündigt werden, um zu vermeiden, dass der ehemalige Ehemann oder Ehefrau Schulden macht.

Lassen Sie sich professionell beraten.

In jedem Fall ist es ratsam, rechtzeitig mit einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt zu sprechen. Ob bei Fragen zu möglicher finanzieller Unterstützung oder bei einer realistischen Einschätzung der Scheidungskosten, eine professionelle Beratung kann eine große Hilfe dabei sein, sich einen Überblick über die schwierige Situation zu verschaffen, die eine Scheidung mit sich bringt.

Hallo, ich bin Daniel