N26 Statistiken: Umsatz, Kunden und andere Finanzdaten

N26 gehört zu den bekanntesten Fintechs in Europa. Das Unternehmen aus Berlin hat die erste mobile Bank in Deutschland und damit die Art wie wir unsere Bankgeschäfte abwickeln neu definiert. Wir haben N26 einmal genauer unter die Lupe genommen.

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N26: Testergebnisse der App

Bedienung
99%
Kosten & Gebühren
88%
Service
98%
Funktionsumfang
90%
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Banking
2024
94%
Sehr gut
4.7/5

04/2024

carlos profil

INHALT

N26 ist die erste deutsche Bank, die zu 100 Prozent auf mobiles Banking setzt. N26 wurde 2013 von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet und hat mittlerweile über 8 Millionen Kunden in 24 Ländern überzeugt.

In 2016 hat N26 von der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) eine BaFin-Lizenz erhalten und gilt seitdem als vollwertiges Bankinstitut. 

Das hat die Tür für viele weitere Produkte geöffnet. Mittlerweile bietet N26 nicht nur mobiles Banking an. Als N26-Kunde kannst du neben dem reinen Banking auch zahlreiche Versicherungen abschließen, in Kryptowerte investieren oder ein Tagesgeldkonto eröffnen. 

In der folgenden Übersicht haben wir dir die wichtigsten Statistiken zu N26 aus sämtlichen Quellen zusammengefasst.

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N26: Die wichtigsten Statistiken im Überblick

In der folgenden Übersicht findet ihr die wichtigsten N26-Statistiken, die wir finden konnten. Die meisten Daten stammen aus Pressemitteilungen des Unternehmens.

Information Daten
Name N26 AG | N26 Bank AG
Branche Banking / Finanzen
Gründung 2013
BaFin-Lizenz seit 2016
Kunden > 8 Millionen
Länder 24
Mitarbeiter > 1.500

N26-Gründer: Valentin Stalf und Maximilian Taxenthal

Die Gründer von N26 sind Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal. Beide stammen aus Österreich und haben N26 im Jahr 2013 in Berlin gegründet. 

N26 ist eine Direktbank, die darauf abzielt, Bankdienstleistungen einfacher und kundenfreundlicher zu gestalten, insbesondere durch die Nutzung von Smartphones für das Banking.

Name Valentin Stalf Maximilian Tayenthal
Herkunft Österreich Österreich
Bildung Wirtschaftsstudium Wirtschaftsstudium, Jura
Berufliche Laufbahn Erfahrungen im Bereich Investment und Start-ups Tätigkeiten im Bereich Finanzen und Beratung
Rolle bei N26 CEO CFO
Gründungsziel Schaffung einer vollständig digitalen Bank mit intuitiver Benutzung Verbesserung der Bankerfahrung durch Technologie

Gründungsgeschichte von N26: So entstand die erste mobile Bank in Deutschland

Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal trafen sich während ihres Studiums und stellten fest, dass sie ähnliche Interessen im Bereich Finanzen und Technologie hatten. Die Idee hinter N26 entstand aus ihrer Frustration über die Ineffizienz traditioneller Banken und der Überzeugung, dass die Technologie genutzt werden könnte, um die Bankerfahrung wesentlich zu verbessern. 

Ihr Ziel war es, eine Bank zu schaffen, die vollständig digital ist und eine intuitive Benutzeroberfläche bietet.

Sie starteten zunächst mit einer einfachen App für mobiles Banking, die später zu einer voll lizenzierten Bank ausgebaut wurde, nachdem sie 2016 eine europäische Banklizenz erhielten. Seitdem hat sich N26 schnell zu einer der führenden digitalen Banken in Europa entwickelt.

N26: Anzahl an Kunden steigt konstant

N26 hat ein rasantes Kundenwachstum verzeichnet, allerdings gibt es unterschiedliche Angaben zur genauen Kundenzahl.

Hier sind die wichtigsten Statistiken und Informationen zum Wachstum:

Offiziell kommunizierte Kundenzahlen von N26

  • Im April 2022 gab N26 bekannt, die Marke von 8 Millionen Kunden überschritten zu haben.
  • Ende 2021 hatte N26 nach eigenen Angaben über 7 Millionen Kunden.
  • Im Oktober 2019 vermeldete N26 erstmals die 5-Millionen-Kundenmarke.

Ertragsrelevante Kunden von N26

Die offiziell kommunizierten Kundenzahlen umfassen jedoch nicht nur aktive Kontonutzer, sondern auch registrierte Nutzer ohne eröffnetes Konto.

  • Ende 2021 hatte N26 mehr als 3,7 Millionen ertragsrelevante Kunden, also aktive Kontonutzer.
  • Das Wachstum der ertragsrelevanten Kunden wird von N26 auf maximal 60.000 pro Monat begrenzt.

Kundeneinlagen bei N26 als Indikator für aktive Nutzer

  • Die Kundeneinlagen bei N26 stiegen von 1,4 Mrd. Euro Ende 2020 auf 3,7 Mrd. Euro Ende 2021 – ein Anstieg um 164%.
  • Dies deutet auf eine wachsende Zahl aktiver und einlagentragender Kunden hin.

Zusammengefasst kommuniziert N26 zwar hohe Gesamtkundenzahlen von über 8 Millionen, jedoch ist unklar, wie viele davon tatsächlich aktive Kontonutzer sind. 

Die Zahl der ertragsrelevanten Kunden von 3,7 Millionen Ende 2021 sowie der starke Anstieg der Kundeneinlagen geben Aufschluss über das tatsächliche Nutzerwachstum.

N26-Umsatz und andere Finanzdaten im Überblick

Es ist nicht immer einfach, aktuelle Geschäftszahlen zu finden. Basierend auf den uns bereitgestellten Quellen und eigenen Angageben des Unternehmens, lassen sich der Umsatz, Verluste, die Bewertung und andere wichtige Finanzkennzahlen von N26 wie folgt zusammenfassen:

Umsatz/Erträge von N26 im Überblick

  • Im Geschäftsjahr 2022 erzielte N26 einen Bruttoumsatz von 236 Millionen Euro, ein Anstieg von knapp 24% gegenüber dem Vorjahr.
  • Für 2023 erwartet N26 ein Ertragswachstum von über 30% auf über 300 Millionen Euro.
  • Die Rohertragsmarge soll 2023 auf über 70% steigen.

Ältere Umsatzzahlen werden in den Quellen nicht genannt. Es ist jedoch ersichtlich, dass N26 in den letzten Jahren ein starkes Umsatz- und Ertragswachstum verzeichnete, das sich 2023 nach den Prognosen sogar noch beschleunigen soll.

Treiber sind das Kundenwachstum sowie die verbesserte Profitabilität pro Kunde. Allerdings schreibt N26 weiterhin hohe Verluste, die 2022 bei 213,4 Millionen Euro und 2023 voraussichtlich bei rund 100 Millionen Euro liegen werden. 

Die Gewinnschwelle soll erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 erreicht werden.

Verluste von N26: Noch werden rote Zahlen geschrieben

  • Der Jahresfehlbetrag für 2023 wird auf rund 100 Millionen Euro geschätzt, nach 213,4 Millionen Euro Verlust in 2022.

Bewertung: So wertvoll ist N26

  • Nach einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 wird N26 mit rund 8 Milliarden Euro bewertet.
  • Damit ist N26 das wertvollste deutsche Fintech-Startup vor Trade Republic (4,4 Mrd. Euro).

Kundenzahlen: Wie  viele Kunden hat N26?

  • Ende 2021 hatte N26 über 7 Millionen Kunden und mehr als 3,7 Millionen ertragsrelevante Kunden.
  • Im Herbst 2022 zählte N26 mehr als 8 Millionen Kunden.
  • Das Kundenwachstum ist durch Auflagen auf 60.000 Neukunden pro Monat begrenzt.

Regulatorische Auflagen

  • Die BaFin hat Wachstumsbeschränkungen und die Bestellung eines Sonderbeauftragten zur Überwachung der Geldwäscheprävention angeordnet.
  • Diese Maßnahmen wurden 2023 verlängert, da N26 weiterhin Defizite in seinen Systemen zur Geldwäscheprävention aufweist.

Zusammengefasst erwartet N26 für 2023 deutliches Umsatz- und Ertragswachstum bei gleichzeitig hohen Verlusten.

Die Bewertung ist sehr hoch, das Kundenwachstum jedoch durch Auflagen begrenzt. Regulatorische Auflagen zur Geldwäscheprävention bestehen fort.

N26 Unternehmensdaten: Mitarbeiter, Büros und Finanzierungsrunden

Basierend auf den bereitgestellten Suchergebnissen lassen sich folgende Informationen zu den Mitarbeitern, Büros und Finanzierungsrunden von N26 zusammenfassen:

Wie viele Mitarbeiter hat N26?

  • N26 beschäftigt derzeit über 1.500 Mitarbeiter aus 80 Nationen an 10 Standorten weltweit.
  • In den nächsten Jahren plant N26, weltweit weitere 1.000 Mitarbeiter einzustellen, mit Fokus auf Technologie, Produktmanagement und digitale Sicherheit.

Büros:

  • N26 ist mit Büros in Berlin, Barcelona und New York vertreten.

Finanzierungsrunden von N26:

  • 2019 schloss N26 eine Series D-Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Millionen US-Dollar ab und erreichte eine Bewertung von 2,7 Milliarden US-Dollar.
  • 2022 gab N26 den Abschluss einer Series E-Finanzierungsrunde von über 900 Millionen US-Dollar bekannt.
  • Nach dieser Runde wird N26 mit über 9 Milliarden US-Dollar bewertet und ist damit das wertvollste Fintech in Deutschland.
  • Zu den Investoren zählen Third Point Ventures, Coatue Management, Dragoneer Investment Group sowie bestehende Investoren.

Insgesamt zeigen die Informationen das starke Wachstum von N26 in den letzten Jahren, sowohl bei den Mitarbeiterzahlen als auch durch hohe Milliardenfinanzierungen. 

Das Unternehmen ist an mehreren internationalen Standorten vertreten und plant weiteres Personal-Wachstum.

Kosten bei N26: So viel kostet ein Konto bei der Bank

Basierend auf den bereitgestellten Suchergebnissen lassen sich die Kosten für ein Konto bei N26 wie folgt zusammenfassen:

Standardkonto (N26 Standard)

  • Ein N26 Standardkonto ist vollkommen kostenlos.
  • Es fallen keine Kontoführungsgebühren oder jährlichen Gebühren für die Girocard (Debit Mastercard) an.
  • Für die Ausstellung einer optionalen Maestro-Karte wird einmalig eine Versandgebühr von 10 Euro fällig.

Premiumkonten bei N26

Für die Premiumkonten N26 Smart, N26 You und N26 Metal fallen monatliche Grundgebühren an:

  • N26 Smart: 4,90 Euro pro Monat
  • N26 You: 9,90 Euro pro Monat
  • N26 Metal: 16,90 Euro pro Monat

Diese Premiumkonten bieten zusätzliche Leistungen wie höhere Bargeldabhebungslimits, Reiseversicherungen und Partnerschaften.

N26 Metal: Das teuerste Konto bei N26

  • Das N26 Metal Konto hat eine monatliche Grundgebühr von 16,90 Euro.
  • Es handelt sich um ein Jahresabonnement, d.h. die Gebühr von 16,90 Euro wird monatlich berechnet.
  • Für das Metal Konto fallen keine zusätzlichen Gebühren für die Kontoführung, Girocard oder Bargeldabhebungen weltweit an.
  • Die Kosten von 16,90 Euro pro Monat gelten sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden (N26 Business Metal).

Das N26 Metal Konto ist somit das Premium-Angebot von N26 mit einer monatlichen Grundgebühr von 16,90 Euro im Jahresabonnement. 

Dafür erhalten Kunden zusätzliche Leistungen wie Reiseversicherungen, Cashback auf Einkäufe und bevorzugten Kundenservice.

Weitere Gebühren bei N26

  • Für Bargeldabhebungen an Geldautomaten außerhalb des Euroraums fallen Gebühren von 1,7% des abgehobenen Betrags an.
  • Für eingehende und ausgehende Überweisungen in Fremdwährungen können Wechselkursgebühren anfallen.

Zusammengefasst ist das Basiskonto N26 Standard komplett gebührenfrei, während für Premiumkonten und bestimmte Zusatzleistungen Gebühren erhoben werden. Die Haupteinnahmequelle für N26 sind die Abo-Gebühren der Premiumkonten.

Über den Autor
Carlos

Co-Founder von Finantio

Carlos arbeitete nach seinem Wirtschaftsstudium in Frankfurt in der Strategieberatung und bei verschiedenen Fintechs im Marketing & als Produktmanager. Dort sammelte er Erfahrung in der Finanzwelt, die er heute bei Finantio teilt.

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