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Hohe Reparaturkosten – Wie können sich Fahrzeugbesitzer schützen?

Viele Autobesitzer geben ihr Fahrzeug in einer Werkstatt ab, um es reparieren zu lassen – sie verzichten dabei jedoch darauf, im Vorfeld genau festzulegen, welche Reparaturen durchgeführt werden sollen. Darin besteht ein hohes finanzielles Risiko, denn die anschließende Rechnung sorgt häufig für ungläubiges Kopfschütteln.

Die Werkstatt führt dann nämlich häufig zahlreiche Arbeiten an dem Wagen aus, die mit hohen Preisen zu Buche schlagen, allerdings eigentlich nicht unbedingt nötig gewesen wären. 

Werden jedoch die folgenden Tipps bei dem nächsten Werkstattbesuch beachtet, die Fehler des Fahrzeuges konkret beschrieben und mit Sorgfalt vorgegangen, lässt sich nicht nur das eigene Portemonnaie, sondern auch die Nerven schonen.

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Auf Kostenvoranschlag bestehen

Bei der Reparaturannahme ist in jedem Fall auf die Ausstellung eines Kostenvoranschlages zu bestehen. 

Dies raten auch Experten, wie zum Beispiel der ADAC. Sinnvoll ist es ebenso, die Direktannahme zu nutzen und dabei präzise Erklärungen dazu zu erhalten, welche Defekte an dem Auto vorliegen und wie diese behoben werden können.

Auf diese Weise lässt sich bereits eine wesentlich konkretere Vorstellung davon bekommen, welchen Umfang die Reparatur aufweisen wird. Der Kostenvoranschlag, der dann im Anschluss ausgehändigt wird, sorgt für weitere Transparenz. 

Durch diesen entsteht außerdem der Vorteil, dass die finale Rechnung für die Reparatur den Kostenvoranschlag nur um maximal 20 Prozent übersteigen darf.

Nicht zu vergessen ist zudem, die eigene Handynummer oder eine andere Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu hinterlassen. 

Auf diese Weise kann die Werkstatt sich melden, falls weitere Probleme oder Schäden während der Reparatur entdeckt werden. Einer dann nötigen erweiterten Instandsetzung muss der Kunde nämlich explizit zustimmen. 

Defekte Teile, die während der Arbeiten ausgebaut wurden, sollten unbedingt mitgenommen werden. Diese stellen eine große Hilfe dabei dar, falls es im Nachhinein noch zu Unstimmigkeiten im Hinblick auf die ausgeführten Reparaturen kommen sollte.

Einen generellen Schutz gegen hohe Werkstattrechnungen bei unvorhergesehenen Schäden bietet auch eine gute Reparaturkostenversicherung.

Zahlung unter Vorbehalt

Falls bei der Abholung des Wagens festgestellt wird, dass Reparaturarbeiten durch den Betrieb durchgeführt wurden, die zu hoch berechnet oder gar nicht vereinbart waren, sollte mit der Zahlung der Rechnung erst einmal abgewartet werden. Alternativ kann diese auch unter Vorbehalt gezahlt werden. Dieser Vorbehalt muss auf der Rechnung schriftlich dokumentiert werden.

Lässt sich dann nachweisen, dass der Fehler auf Seiten der Werkstatt liegt und das eigentliche Problem noch immer besteht, kommt die gesetzliche Gewährleistung ins Spiel. Allerdings besteht für die Werkstatt das Recht auf Nachbesserung, um den Defekt doch noch zu beheben. Für den Kunden zeigt sich diese Nachbesserung natürlich kostenlos.

Zerkratzter Lack

In Werkstätten kommt es leider recht häufig vor, dass herunterfallende Werkzeuge oder Unvorsichtigkeiten beim Parken Schäden und Lackkratzer hinterlassen.

Um einen Beweis erbringen zu können, falls derartige neue Schäden bei der Abholung des Wagens entdeckt werden, sollte der Zustand des Fahrzeuges und ebenfalls der Kilometerstand bei der Erteilung des Auftrags schriftlich dokumentiert werden. Auch Fotos sind im Zuge dessen anzufertigen. 

Nur damit lässt sich im Nachhinein noch beweisen, dass die Schäden während des Aufenthaltes in der Werkstatt entstanden sind. In diesem Fall müssen die Kosten dann durch die Haftpflichtversicherung des Betriebes übernommen werden.

Über den Autor
Redaktion Finantio

Co-Founder von Finantio

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