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Passende Geldanlagen für Familien im Überblick

Familien möchten sich nicht nur kurzfristig Vermögen aufbauen, sondern die finanzielle Stabilität idealerweise über Generationen hinweg weitergeben und kontinuierlich verbessern. 

Eine ausgewogene Finanzplanung berücksichtigt sowohl die Gegenwart als auch die Bedürfnisse und Herausforderungen, vor denen unsere Kinder und deren Nachkommen zukünftig stehen werden. Ein guter Finanzplan für die komplette Familie muss einer sich schnell verändernden Wirtschaftslage gewachsen sein und erfordert Weitsicht und strategisches Denken. 

Wir blicken daher nun auf Möglichkeiten, die finanzielle Zukunft der Familie intelligent zu sichern und mit langfristigen Strategien für den Wohlstand der Nachkommen zu sorgen.

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Generationen haben unterschiedliche finanzielle Interessen

Während sich jüngere Menschen oftmals auf ihre Ausbildung und den Karrierestart fokussieren, können ältere stärker auf Sicherheit und die Vorsorge für den Ruhestand bedacht sein. Während das Ziel der einen ein langfristiges Wachstum des Vermögens und eventuell der Bau des Eigenheims sein kann, suchen andere nach Stabilität. Auch die Planung des Erbes darf nicht vergessen werden, denn hier lassen sich durch geschicktes Vorgehen oft Steuern und andere Ausgaben einsparen, was der nachfolgenden Generation zugutekommt.

Unterschiedliches Risikoverhalten sorgt für Generationenkonflikte

Jüngere Menschen haben oft eine höhere Risikotoleranz hinsichtlich zu tätigender Investitionen. Wenn der Plan misslingt, können sie dies als Lehrgeld verbuchen und einfach noch einmal neu starten. Dies sieht bei den älteren Generationen anders aus, denn diese möchten ihren Wohlstand im Alter nicht riskieren und auch die Nachkommen gut versorgt wissen. Daher gilt es hier, verschiedene Bedürfnisse geschickt unter einen Hut zu bringen.

Offene Gespräche innerhalb der Familie über finanzielle Pläne und Erwartungen sind wichtig, um Missverständnisse zwischen den Generationen zu vermeiden und gegebenenfalls Kompromisse zu finden, die für alle Beteiligten in Ordnung sind. Zudem ist es wichtig, keine komplett starren Strategien zu verfolgen, sondern flexibel zu bleiben, um gegebenenfalls Anpassungen an sich verändernde Lebensumstände und Marktbedingungen vornehmen zu können.

Tipp: Finanzielle Bildung ist wichtig, damit die generationenübergreifende Finanzplanung gelingt

Ein umfassendes Finanzwissen erleichtert den Umgang mit Geld und die Planung von Investitionen deutlich. Wissen und Kompetenz lassen sich innerhalb der verschiedenen Generationen weitergeben, was keinesfalls nur von der älteren zur jüngeren Generation erfolgen muss, sondern oft auch umgekehrt viele Vorteile mit sich bringt. Im Finanzbereich hat sich einiges gewandelt, weshalb es wichtig ist, dass alle Generationen hier offen für die Vorschläge der anderen sind. Die Erfahrung der Alten und der Innovationsgeist der Jungen sind eine gute Kombination, wenn man sich aufeinander einlässt.

Altersvorsorgemöglichkeiten

Die Vorsorge für den Ruhestand ist ein komplexes Thema und stellt für viele Menschen eine große Herausforderung dar. Der Wunsch besteht darin, den gewohnten Lebensstandard auch im Alter sicherzustellen, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass das Geld zur Neige geht. Gleichzeitig möchten wir heute nicht so viel Geld abzweigen müssen, dass zu wenig für die Nachkommen überbleibt.

Damit das gelingt, sollten die folgenden 5 Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Kapitalanlagen mit geringem Risiko (insbesondere breit gestreute Fonds und ETFs) bieten stabile Erträge und dadurch Sicherheit für den Lebensabend.
  2. Gezielt auf die Altersvorsorge ausgerichtete Finanzprodukte wie Rentenfonds oder -versicherungen versprechen eine verlässliche Rendite.
  3. Sachwerte wie Immobilien sind nicht nur aufgrund der potenziellen Wertsteigerung sinnvoll, sondern können darüber hinaus als aktuelle Einkommensquelle dienen.
  4. Mit staatlichen Fördermöglichkeiten und Zulagen zur Altersvorsorge lässt sich das angesparte Kapital maximieren.
  5. Die frühzeitige Reduzierung von Schulden minimiert finanzielle Verpflichtungen im Ruhestand und sorgt für mehr finanziellen Spielraum.

Zudem muss die Frage geklärt werden, wie viel Geld im Ruhestand monatlich aus dem vorhandenen Portfolio entnommen werden kann, ohne dass eine solche Entnahme die finanzielle Sicherheit gefährdet. Hier bietet sich beispielsweise ein Vorgehen nach der 4-Prozent-Regel oder anderen festen Plänen an, um nicht auf einmal vor schwierigen und riskanten finanziellen Entscheidungen zu stehen. Ein regelmäßiger Check-up der eigenen Altersvorsorgepläne hilft, relevante Anpassungen vorzunehmen und den Lebensstandard auch in der Zukunft zu wahren.

Es gibt weit mehr als nur eine „richtige“ Anlagestrategie

Es gibt keine universelle Anlagestrategie, die für alle Menschen und alle Lebenslagen passt. Vielmehr muss jeder die für ihn persönlich passende Geldanlage finden, wobei stets die individuelle Lebenssituation und zukünftige Ziele berücksichtigt werden müssen.

Eine Strategie, die perfekt für den Aufbau der Altersvorsorge ist, ist nicht automatisch sinnvoll, um kurzfristige Sparziele, wie eine einjährige Auszeit oder die Finanzierung eines Auslandssemesters für den Nachwuchs zu erreichen. 

Bedürfnisse unterschiedlicher Generationen klug miteinander kombinieren

Auch wenn unterschiedliche Menschen ganz unterschiedliche Ziele haben, können die einzelnen Anlagestrategien sinnvoll ineinandergreifen. Jedes Familienmitglied kann von den Geldanlagen des anderen profitieren. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist Wohneigentum, das nicht nur Raum zum Leben bietet, sondern auch als Altersvorsorge dienen kann oder zusätzliche Einnahmen durch Vermietung generiert.

Indem ältere Menschen in solide, wertstabile Anlagen investieren, bleibt für die jüngere Generation mehr Kapital erhalten. Diese wiederum kann ein höheres Risiko eingehen und so möglicherweise mehr Geld erwirtschaften und dadurch wiederum den Wohlstand für kommende Generationen steigern.

Über den Autor
Carlos

Co-Founder von Finantio

Carlos arbeitete nach seinem Wirtschaftsstudium in Frankfurt in der Strategieberatung und bei verschiedenen Fintechs im Marketing & als Produktmanager. Dort sammelte er Erfahrung in der Finanzwelt, die er heute bei Finantio teilt.

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