- Beitrag von Redaktion Finantio
INHALT
- Home
- Geld verdienen
- Samenspende
Wie viel Geld bekommt man für eine Samenspende?
Eine Samenspende ist für viele Menschen die letzte Chance, ein biologisches Kind zu zeugen. Aus dem Grund sind Samenspender in Deutschland durchaus gefragt und werden für ihren Aufwand finanziell entschädigt.
Wie eine Samenspende abläuft, welche Risiken zu beachten solltest und wie viel Geld man für eine Samenspende bekommt, erfährst du im folgenden Ratgeber.
-
Beitrag teilen
Was ist eine Samenspende?
Für viele Menschen ist die Samenspende der einzige Weg, ihren Kinderwunsch noch zu erfüllen. Im Rahmen einer Kinderwunsch-Behandlung werden die Spendersamen durch eine Samenübertragung (heterologe oder donogene Insemination) oder künstliche Befruchtung der Eizelle bei der Frau eingesetzt.
Bei einer Samenspende werden die Spermien eines Mannes gewonnen. Diese werden nach der Spende in einer Samenbank auf etwaige Krankheiten und Fruchtbarkeit untersucht und danach konserviert, bis sie im Rahmen einer künstlichen Befruchtung verwendet werden.
Werden bei der Samenspende die Spermien des eigenen Mannes verwendet, dann sprechen Mediziner von einer homologen Insemination. Stammen die Spermien aufgrund erheblicher Fruchtbarkeitsstörungen von einem fremden Mann, dann handelt es sich um eine heterologe Insemination.
Horizoom - spielerisch Geld verdienen mit bezahlten Online-Umfragen!
- Einfaches Geld verdienen durch Umfragen beantworten
- Hohe Vergütung mit bis zu 20 € pro Umfrage
- Seriöser und sehr bekannter Anbieter aus Deutschland
- Risikolos und absolut kostenlos
Dürfen Kinder wissen, wer ihr Samenspender ist?
Nach einem Urteil des OLG Hamm aus 2013 haben Kinder, die per Spendersamen gezeugt wurden, das Recht, die Identität des Spenders herauszufinden. Das Recht auf freie Entfaltung wurde vom OLG als wichtiger gewertet, als das Recht des Spenders auf Anonymität.
Aus dem Grund müssen Samenbanken von jedem Spender bestimmte personenbezogene Daten erheben und an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weiterzuleiten, sobald die Samenbank von der Geburt des Kindes Kenntnis erlangt hat.
Wichtiger Hinweis: Auf einen Samenspender kommen keine Unterhaltszahlungen oder Ansprüche im Zusammenhang mit dem Sorge- und Erbschaftsrecht zu.
Samenspende: Diese Voraussetzungen musst du erfüllen
Kannst du dir vorstellen, deine Spermien zu spenden und damit einem ungewollt kinderlosen Paar zu helfen, dann musst du einige Voraussetzungen erfüllen, die vor einer Spende gründlich kontrolliert werden.
- Zeugungsfähiges Alter: zwischen 18 – 40 Jahre
- Spermaqualität: Gutes Spermiogramm
- Gesundheit: Keine Allergien, Erbkrankheiten, Rheuma und Herzfehler
- Lebensstil: Kein Raucher, Alkoholiker oder Drogenkonsum
Deine Spermaqualität kannst du bei einem Facharzt für Urologie testen lassen. Aber auch bei einem Reproduktionsmediziner kannst du deine Zeugungsfähigkeit abklären lassen. In beiden Fällen erhältst du ein Spermiogramm mit den Ergebnissen.
Neben der Spermaqualität spielt die Gesundheit des Spenders eine entscheidende Rolle. Allergien, chronische Krankheiten und Erbkrankheiten sind in der Regel ein Ausschlusskriterium. Das Aussehen spielt keine Rolle.
Solltest du an dieser Stelle noch Fragen haben, dann lass dich von einem Urologen beraten. Unabhängig von einer Samenspende, ist eine Samenanalyse jederzeit sinnvoll – insbesondere wenn du eigene Kinder planst.
Ablauf einer Samenspende zusammengefasst
Der Ablauf einer Samenspende ist standardisiert und dient insbesondere dem Ziel, nur Spender zuzulassen, die eine hohe Spermienqualität versprechen, persönlich geeignet sind und über eine ausgezeichnete Gesundheit verfügen.
Zunächst musst du dich bei einer Samenbank als Spender bewerben. Dort werden persönliche Daten zu dir abgefragt. Einige Samenbanken fordern zusätzliche Informationen zu deinem Schulabschluss, Hobbys, deinem Beruf und ein Foto.
Nach der Bewerbung erhältst du grundsätzlich eine persönliche Einladung zur Samenbank, wo eine erste Probespende abgegeben wird. Zudem wirst du bei deinem ersten Besuch gründlich untersucht.
- Erste Samenprobe: Die erste Probe dient dazu, deine Spermienqualität ausführlich zu überprüfen.
- Zweite Samenprobe: Die zweite Probe wird genutzt, um die Ergebnisse aus der ersten Probe zu bestätigen.
- Anamnese: Bei der Anamnese musst die Fragen zu deinem Gesundheitszustand und möglichen Erbkrankheiten und Allergien angeben. Die Anamnese wird um eine körperliche Untersuchung ergänzt (Urinprobe, Blutbild, Gen- und Chromosomenanalyse).
- Vertragsabschluss: Nachdem du die Zusage bekommst, wirst du über die rechtlichen Rahmenbedingungen und deine Vergütung aufgeklärt. Du kannst den Vertrag jetzt unterschreiben.
- Samenspenden: Ein- bis zweimal pro Woche (bis zu zehnmal) gehst du dann zur Samenbank.
- Gesundheitscheck: Nach einem halben Jahr wirst du erneut auf mögliche Infektionen untersucht, die in der Zwischenzeit entstanden sind.
Wie bereits erwähnt, ist der Ablauf einer Samenspende standardisiert. Samenbanken dürfen von den oben beschriebenen Abläufen nicht abweichen. Sollten sie das tun, drohen rechtliche Konsequenzen.
Lass uns im nächsten Abschnitt einmal anschauen, wie viel Geld du mit einer Samenspende verdienen kannst.
Statistik: So viel Geld kannst du mit einer Samenspende verdienen
Wie viel Geld bekommt man für eine Samenspende? An erster Stelle erfüllst du mit einer Samenspende vielen Menschen den Kinderwunsch. Die soziale Komponente wird an vielen Stellen um eine finanzielle Entschädigung für den Aufwand ergänzt.
Wir schauen und jetzt an, wie viel Geld du mit einer Samenspende wirklich verdienen kannst.
Eine von Deutschlands größten Samenbanken – die TFP Fertility Germany GmbH – schreibt auf ihrer Webseite, dass über 20 Samenspenden pro Jahr möglich sind. Die Vergütung liegt bei 150 Euro pro Samenspende.
Gehen wir von mindestens 20 Spenden im Jahr aus, dann kannst du über 3.000 Euro alleine mit Samenspenden verdienen. Das reicht zwar nicht zum Leben, ist jedoch ein nettes Nebeneinkommen. Bei der Samenbank in Berlin erhältst du lediglich 80 Euro pro Samenspende – hier kommst du bei dem Umfang auf 1.600 Euro pro Jahr.
Wo bekommt man am meisten Geld für Samenspenden?
Mit bis zu 150 Euro pro Samenspende liegt Deutschland europaweit an zweiter Stelle, wenn es um die Vergütung von Samenspenden geht. In Griechenland erhalten Samenspender sogar bis zu 200 Euro pro Spende.
Wie viel Geld bekommt man für eine Samenspende? Diese Frage lässt sich dennoch nicht pauschal beantworten, da es sich bei den 150 Euro um einen reinen Durchschnittswert handelt. Die Samenspende ist eine freiwillige, soziale Leistung, die grundsätzlich nicht vergütet wird. Bei der Bezahlung handelt es sich um eine finanzielle Entschädigung, die je nach Ort der Spende abweichen kann.
In der folgenden Tabelle haben wir die Ergebnisse einer Studie von Fernarzt zusammengefasst, die deutsche Städte der Höhe nach der Vergütung für Samenspenden aufgelistet hat.
| Stadt | Vergütung pro Spende |
|---|---|
| Düsseldorf | 150 Euro |
| Erlangen | 130 Euro |
| Ludwigsburg | 100 Euro |
| Berlin | 80 Euro |
| Hamburg | 80 Euro |
| München | 80 Euro |
Düsseldorf zahlt die höchsten Aufwandsentschädigungen für Samenspenden in Deutschland. München, Berlin und Hamburg zahlen am wenigsten.
Wie du siehst, kannst du mit einer Samenspende Geld verdienen – die Voraussetzungen solltest du hingegn nicht zu unterschätzen.
Wie wird das Geld für die Samenspende bezahlt?
Bei den meisten Samenbanken wird die Aufwandsentschädigung in zwei Raten geleistet. Die erste Hälfte erhältst direkt bei der nächsten Spende. Das ist jedoch nur dann der Fall, wenn sich deine Spermaqualität als einwandfrei erwiesen hat.
Die zweite Auszahlung erhältst du nach der halbjährlichen Untersuchung, sollte alles in Ordnung sein. Finden sich in der Probe Hinweise auf Infektionskrankheiten, kann die Teilzahlung nicht geleistet werden, da die Samenspende nicht nutzbar ist und vernichtet werden muss.
Horizoom - spielerisch Geld verdienen mit bezahlten Online-Umfragen!
- Einfaches Geld verdienen durch Umfragen beantworten
- Hohe Vergütung mit bis zu 20 € pro Umfrage
- Seriöser und sehr bekannter Anbieter aus Deutschland
- Risikolos und absolut kostenlos
Weitere Spendenmöglichkeiten, um Geld zu verdienen
Mit einer Samenspende Geld zu verdienen ist möglich, jedoch nicht der einzige Weg, um dir einen kleinen Nebenverdienst aufzubauen. In Deutschland ist aktuell die Plasmaspende noch sehr beliebt.
Wie viel Geld du mit anderen Formen von Spenden verdienen kannst, haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| Spendenart | Aufwandsentschädigung |
|---|---|
| Thrombozytenspende und Erythrozytenspende | bis zu 50 Euro pro Spende |
| Haare spenden | 0,60 bis 2,50 Euro pro Zentimeter |
| Samenspende | bis zu 150 Euro pro Spende |
| Muttermilch (hohes Risiko, da nicht reguliert) | zwischen 3 und 7,50 Euro pro 100 ml |
| Plasmaspende | bis zu 40 Euro pro Spende |
Alternativ zu Spenden, kannst du auch mit bezahlten Umfragen oder Produkttests nebenbei Geld verdienen.
Mit Samenspende Geld verdienen: Für wen ist das geeignet?
Du kannst mit einer Samenspende Geld verdienen – und das nicht wenig. Empfehlenswert ist eine Samenspende nur dann, wenn du dir der Anforderungen und Konsequenzen bewusst bist. Seit 2018 kann praktisch jeder, der vermutet, durch eine Samenspende gezeugt worden zu sein, Auskunft verlangen. Es kann passieren, dass deine Daten entsprechend mit dem Spenderkind geteilt werden.
Zudem musst du körperlich und gesundheitlich fit sein. Nur gesunde Menschen, ohne Allergien, Infektionen und Erbkrankheiten werden zu einer Samenspende zugelassen. Bist du dir unsicher, lass sich von einem Urologen untersuchen.
Aus meinem persönlichen Umfeld kenne ich einige Menschen, die schon mal bei einer Samenspende waren. Es sind überwiegend Studenten, die sich einen kleinen Zuverdienst aufbauen und anderen Menschen helfen wollten.
Wie viel Geld kann man mit Samenspenden im Monat verdienen?
Wie viel du mit Samenspenden im Monat verdienen kannst, hängt vor allem von der Samenbank, der Höhe der Aufwandsentschädigung und der Anzahl deiner geeigneten Spenden ab. Einen festen Monatsverdienst gibt es deshalb nicht.
Aktuell zahlen Samenbanken in Deutschland beispielsweise zwischen etwa 80 und 150 Euro pro geeigneter Spende. Würdest du viermal im Monat spenden und jeweils 100 Euro erhalten, käme eine Aufwandsentschädigung von 400 Euro zusammen. Bei acht geeigneten Spenden wären es entsprechend 800 Euro.
Solche Rechnungen sind allerdings nur Beispiele. Du kannst nicht automatisch davon ausgehen, dass du jede Woche oder sogar mehrmals pro Woche spenden kannst. Wie häufig Spendetermine stattfinden, legt die jeweilige Samenbank fest. Außerdem muss deine Samenqualität den Anforderungen entsprechen. Teilweise wird die Aufwandsentschädigung erst vollständig ausgezahlt, nachdem vorgeschriebene Kontrolluntersuchungen abgeschlossen sind.
Samenspenden eignen sich daher nur bedingt als planbarer Nebenverdienst. Anders als bei einem Minijob kannst du nicht einfach eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden leisten und daraus ein festes monatliches Einkommen ableiten. Die Zahl der möglichen Spenden und damit auch die Höhe der Aufwandsentschädigung kann von Person zu Person deutlich variieren.
Beispiel: Bei einer Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro geeigneter Spende ergeben vier Spenden 400 Euro, sechs Spenden 600 Euro und acht Spenden 800 Euro. Ob eine solche Anzahl von Spenden innerhalb eines Monats bei einer bestimmten Samenbank überhaupt vorgesehen ist, solltest du jedoch direkt beim Anbieter prüfen.
Wie lange dauert eine Samenspende?
Die eigentliche Samenabgabe nimmt meist nicht besonders viel Zeit in Anspruch. Für einen Spendetermin solltest du dennoch zusätzliche Zeit für die Anmeldung und organisatorische Abläufe vor Ort einplanen. Wie lange ein Termin insgesamt dauert, hängt von der jeweiligen Samenbank ab.
Deutlich zeitaufwendiger ist die Aufnahme in ein Spenderprogramm. Bevor du regelmäßig Samen spenden kannst, prüft die Samenbank zunächst, ob du als Spender geeignet bist. Dazu gehören in der Regel eine oder mehrere Probespenden, ein Spermiogramm, eine ausführliche Anamnese sowie medizinische Untersuchungen. Auch Blutuntersuchungen auf bestimmte Infektionskrankheiten können Teil des Verfahrens sein.
Wirst du als Samenspender aufgenommen, finden die weiteren Termine je nach Samenbank in regelmäßigen Abständen statt. Manche Anbieter erwarten beispielsweise ein bis zwei Spenden pro Woche, andere arbeiten mit bestimmten Spendezyklen oder individuell vereinbarten Terminen.
Vor einer Samenabgabe kann außerdem eine sogenannte Karenzzeit gelten. Das bedeutet, dass du für einen bestimmten Zeitraum vor dem Termin keinen Samenerguss haben solltest. Dadurch sollen möglichst gute und vergleichbare Bedingungen für die Untersuchung beziehungsweise Verwendung der Probe geschaffen werden. Wie lang diese Zeit sein soll, gibt die jeweilige Samenbank vor.
Wenn du mit Samenspenden Geld verdienen möchtest, solltest du daher nicht nur die Dauer der eigentlichen Abgabe berücksichtigen. Auch Anfahrt, medizinische Untersuchungen, Probespenden und Kontrolltermine gehören zum tatsächlichen Zeitaufwand.
Wie läuft eine Samenspende genau ab?
Der genaue Ablauf einer Samenspende unterscheidet sich von Samenbank zu Samenbank. Bevor du regelmäßig spenden kannst, musst du zunächst ein Auswahlverfahren durchlaufen. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass deine Spermien für die Verwendung als Spendersamen geeignet sind und keine medizinischen Gründe gegen eine Aufnahme sprechen.
Am Anfang steht normalerweise die Bewerbung bei einer Samenbank. Dabei werden grundlegende Angaben zu deiner Person, deiner Gesundheit und häufig auch zur Krankengeschichte deiner Familie abgefragt. Erfüllst du die ersten Voraussetzungen, wirst du zu einem Termin eingeladen.
Anschließend folgt in der Regel eine Probespende. Die Samenprobe wird im Labor untersucht und unter anderem hinsichtlich Anzahl, Beweglichkeit und Qualität der Spermien beurteilt. Besonders wichtig ist bei Spendersamen außerdem, wie gut die Spermien das Einfrieren und spätere Auftauen überstehen.
Ist die Samenqualität ausreichend, folgen weitere Untersuchungen und Gespräche. Dazu können Bluttests, Untersuchungen auf bestimmte Infektionskrankheiten sowie eine ausführliche medizinische Anamnese gehören. Je nach Samenbank und Spenderprogramm können zusätzliche Untersuchungen vorgesehen sein.
Erst nach erfolgreichem Abschluss dieses Auswahlverfahrens wirst du als Samenspender aufgenommen. Danach vereinbarst du regelmäßig Termine zur Samenabgabe. Die Probe wird in einem dafür vorgesehenen Raum gewonnen, anschließend im Labor untersucht, aufbereitet und bei entsprechender Eignung eingefroren.
Damit ist das Verfahren noch nicht unbedingt abgeschlossen. Samenbanken führen auch während beziehungsweise nach der Spende weitere medizinische Kontrollen durch. Unter Umständen wird ein Teil der Aufwandsentschädigung deshalb erst nach einer späteren Kontrolluntersuchung ausgezahlt.
Kurz gesagt: Von der ersten Bewerbung bis zur regelmäßigen Samenspende sind mehrere Schritte notwendig. Eine Bewerbung bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass du als Spender angenommen wirst oder für jede abgegebene Probe eine Aufwandsentschädigung erhältst.
Was wird bei einem Samenspender untersucht?
Bevor du als Samenspender angenommen wirst, führt die Samenbank verschiedene Untersuchungen durch. Dabei geht es nicht nur um die Qualität deiner Spermien. Auch dein allgemeiner Gesundheitszustand, mögliche Infektionskrankheiten und die Krankengeschichte deiner Familie können eine Rolle spielen.
Besonders wichtig ist das Spermiogramm. Im Labor wird die abgegebene Samenprobe untersucht. Dabei werden unter anderem die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien sowie weitere Qualitätsmerkmale beurteilt. Für eine Samenspende gelten häufig höhere Anforderungen als die Werte, die lediglich für die Beurteilung der männlichen Fruchtbarkeit herangezogen werden.
Hinzu kommt, dass Spendersamen normalerweise eingefroren und später wieder aufgetaut wird. Deshalb kann die Samenbank prüfen, wie gut die Spermien die sogenannte Kryokonservierung überstehen. Eine grundsätzlich normale Samenqualität bedeutet somit nicht automatisch, dass eine Probe auch für ein Spenderprogramm geeignet ist.
Ein weiterer Bestandteil sind medizinische Untersuchungen und Bluttests. Dabei wird insbesondere auf übertragbare Infektionen getestet. Welche Untersuchungen durchgeführt und in welchen Abständen sie wiederholt werden, richtet sich nach den gesetzlichen beziehungsweise medizinischen Vorgaben und dem Verfahren der jeweiligen Samenbank.
Außerdem wird üblicherweise deine eigene und familiäre Krankengeschichte erfasst. Dabei können beispielsweise bestimmte Erbkrankheiten in der Familie relevant sein. Je nach Samenbank und Spenderprogramm können darüber hinaus weitere Untersuchungen vorgesehen sein.
Die Untersuchungen erklären auch, warum nicht jeder Bewerber automatisch Samenspender werden kann. Erst wenn sowohl die medizinischen Voraussetzungen als auch die Anforderungen an die Samenqualität erfüllt sind, kommt eine Aufnahme in das Spenderprogramm infrage.
Anonyme Samenspende: Ist das in Deutschland möglich?
Eine vollständig anonyme Samenspende über eine Samenbank ist in Deutschland heute grundsätzlich nicht vorgesehen. Wer im Rahmen einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung Samen spendet, muss damit rechnen, dass ein daraus entstandenes Kind später die Identität des Spenders erfahren kann.
Grundlage dafür ist das Samenspenderregistergesetz. Seit dem 1. Juli 2018 werden bei entsprechenden Samenspenden bestimmte Daten des Spenders an das zentrale Samenspenderregister beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) übermittelt. Dazu gehören unter anderem der Name sowie weitere Angaben, mit denen der Spender eindeutig identifiziert werden kann.
Eine durch die Samenspende gezeugte Person kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen später Auskunft aus diesem Register erhalten. Vor Vollendung des 16. Lebensjahres können die gesetzlichen Vertreter den Anspruch für das Kind geltend machen. Ab 16 Jahren kann die betroffene Person die Auskunft selbst beantragen.
Für dich als Samenspender bedeutet das: Du bleibst gegenüber der Empfängerin beziehungsweise den Wunscheltern nicht zwangsläufig persönlich bekannt. Du kannst jedoch nicht darauf vertrauen, gegenüber einem durch deine Spende gezeugten Kind dauerhaft anonym zu bleiben.
Das Recht auf Kenntnis der Abstammung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass später ein persönlicher Kontakt zwischen Kind und Samenspender entstehen muss. Ebenso wird der registrierte Samenspender bei einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung im Anwendungsbereich des Samenspenderregistergesetzes nicht zum rechtlichen Vater des Kindes.
Anders kann die rechtliche Situation bei einer privaten Samenspende aussehen, die außerhalb des geregelten Verfahrens einer Samenbank beziehungsweise medizinischen Einrichtung erfolgt. Das Samenspenderregister erfasst private Samenspenden nicht. Wer eine private Samenspende erwägt, sollte sich deshalb insbesondere über die möglichen abstammungs- und unterhaltsrechtlichen Folgen informieren.
Muss man Geld aus Samenspenden versteuern?
Samenbanken bezeichnen die Vergütung für eine Samenspende üblicherweise als Aufwandsentschädigung. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das erhaltene Geld steuerfrei ist. Eine spezielle Steuerbefreiung für die Vergütung von Samenspenden sieht das Einkommensteuergesetz nicht vor.
Je nach steuerlicher Einordnung können solche Einnahmen beispielsweise als sonstige Einkünfte aus Leistungen nach § 22 Nr. 3 EStG in Betracht kommen. Für diese Einkünfte gilt eine Freigrenze: Betragen sie weniger als 256 Euro im Kalenderjahr, sind sie nicht einkommensteuerpflichtig. Dabei handelt es sich um eine Freigrenze und nicht um einen Freibetrag.
Ob die Vergütung für deine Samenspenden im konkreten Fall tatsächlich unter § 22 Nr. 3 EStG fällt oder steuerlich anders einzuordnen ist, hängt jedoch von den Umständen des Einzelfalls ab. Insbesondere bei regelmäßigen Samenspenden und höheren jährlichen Einnahmen solltest du die Zahlungen deshalb in deiner Steuererklärung nicht einfach als steuerfrei behandeln.
Bewahre die Abrechnungen der Samenbank auf und kläre bei Unsicherheit die steuerliche Behandlung mit deinem Finanzamt oder einer Steuerberatung.
Kurz gesagt: Nur weil die Samenbank von einer „Aufwandsentschädigung“ spricht, ist das Geld nicht automatisch steuerfrei.
Fazit: Eine Samenspende kann ein nettes Nebeneinkommen sein
An erster Stelle sollte bei einer Samenspende der soziale Beitrag stehen. Viele Familien können ihren Kinderwunsch nur mit einer Samenspende erfüllen. Das gilt nicht nur für Familien, in denen der Mann nicht zeugungsfähig ist. Auch homosexuelle Paare setzen vermehrt auf Samenspenden, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen.
Sollte bei dir trotzdem der finanzielle Aspekt an erster Stelle stehen, ist das nichts, wofür du dich schämen musst. Du profitierst von der finanziellen Aufwandsentschädigung und leistest den sozialen Beitrag.
Wichtig ist, dass sich jeder Samenspender der rechtlichen Konsequenzen bewusst ist, die eine Spende mit sich bringt. Das betrifft insbesondere die Auskunftspflichten des Zentralregisters, sollten Rückfragen vom Spenderkind kommen.
FAQ - Wie viel Geld bekommt man für eine Samenspende?
Wo bekommt man am meisten Geld für Samenspenden?
In Düsseldorf erhältst du 150 Euro pro Samenspende. Auch bei der größten Samenbank in Deutschland (TRP Fertility) erhältst du pro Spende 150 Euro.
Die Aufwandsentschädigung wird in zwei Teilzahlungen geleistet.
Wie viel Geld bekommt man für eine Samenspende?
Das hängt vom Land und der Samenbank ab, in der du die Spende durchführst. In Deutschland liegt die durchschnittliche Aufwandsentschädigung für Samenspenden bei 150 Euro.
Wie oft darf ein Mann Samen spenden?
Spermaspender müssen regelmäßig zur Samenbank kommen und Ejakulat abgeben. Mindestens 1-2 Mal in der Woche. Maximal 10 Mal in der Woche.
Im Durchschnitt spenden Männer in Deutschland jedoch ca. 20 Mal pro Jahr.
Wie läuft die Samenspende ab?
Der Ablauf von Samenspenden ist in Deutschland standardisiert. Nach deiner Bewerbung erfolgen körperliche Untersuchungen (Blutbild, Urinprobe, etc.) und du musst zwei Samenproben abgeben, um die Spermaqualität zu untersuchen.
Wirst du zugelassen, wirst du pro Woche bis zu zweimal zur Samenspende kommen. Nach einem halben Jahr erfolgt nochmal eine Untersuchung deiner Gesundheit, um zwischenzeitlich aufgetretene Infektionen frühzeitig zu erkennen.
-
Beitrag teilen


