„Wir können das Tagesgeld-Angebot von der Commerzbank jedem ans Herz legen. Mit dem attraktiven Tagesgeld-Zinssatz habt ihr als Sparer eine angemessene Verzinsung. Alleine die Zinsbindung ist relativ kurz und schmälert das Ergebnis.“
von Carlos Arad
Co-Founder bei Finantio
Commerzbank Festgeld
Neukundenzins jährlich
Einlagensicherung bis
in USD & GBP bis zu
Anlagesumme ab
Festgeld bei der Commerzbank
- Attraktiver Zinssatz
- viele Laufzeiten zur Auswahl
- nur 1.000 € Mindestanlagesumme
- Gesetzliche Einlagensicherung
- Planbarkeit während Anlagedauer
- Nur für Bestandskunden
- Kein telefonischer Support
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Commerzbank Festgeld: Allgemeine Informationen
Das Festgeld bei der Commerzbank hat im Vergleich zum Tagesgeld und dem Girokonto den Vorteil, dass sich dein Vermögen unabhängig von Zinsschwankungen entwickelt.
Die Zinsbindung über die gesamte Laufzeit sorgt für Planungssicherheit beim Sparen. Die Erträge über die Anlagedauer hinweg konstant.
Grundsätzlich gilt: Höhere Zinsen bedeuten für Banken, dass sie auf ihre Einlagen teurer werden. Mit niedrigen Zinsen versuchen sie Sparer zum Konsum zu konsumieren. Wie lange die Entwicklung anhalten wird, ist unklar.
Steuern
Die Commerzbank zieht automatisch 25 Prozent Kapitalertragsteuer (plus Soli und eventuell Kirchensteuer) von deinen Zinserträgen in Deutschland ab.
Wenn du das nicht möchtest, kannst du einen Freistellungsauftrag stellen oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung einreichen.
Das geht allerdings nur, wenn du deinen Sparerpauschbetrag noch nicht ausgenutzt hast oder überhaupt nicht steuerpflichtig bist.
Eine andere Möglichkeit ist, dir die eventuell zu viel gezahlte Steuer über deine Steuererklärung am Jahresende zurückholen zu lassen.
Sicherheit
In Deutschland schützt die gesetzliche Einlagensicherung (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH) Guthaben bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Person.
Sollte die Commerzbank Insolvenz anmelden, zahlt die Einlagensicherung das Guthaben der Anleger innerhalb von sieben Werktagen zurück. Dieser Entschädigungsprozess startet automatisch, du musst also nichts weiter tun.
Kontoeröffnung
Du kannst dein Festgeld, das auch als Termingeld bekannt ist, bequem über dein Online-Banking bei der Commerzbank einrichten. Du wirst dein Geld für eine bestimmte Zeit zu einem festen Zinssatz anlegen.
Es besteht auch die Möglichkeit, das Festgeld in einer Fremdwährung wie dem US-Dollar (USD) oder dem Britischen Pfund (GBP) zu führen.
So gehst du vor im Online-Banking:
- Anmeldung: Logge dich mit deinen Zugangsdaten in das Online-Banking ein.
- Kundennummer wählen: Entscheide dich für die Kundennummer, unter der du das Festgeld anlegen möchtest.
- Betrag und Laufzeit festlegen: Gib deinen gewünschten Anlagebetrag und die Laufzeit ein. Du kannst entweder eine spezifische Laufzeit auswählen oder ein bestimmtes Fälligkeitsdatum festlegen.
- Verrechnungskonto auswählen: Bestimme ein Verrechnungskonto, auf das der angelegte Betrag bei Fälligkeit überwiesen wird.
- Verlängerungsoptionen: Entscheide, ob der Anlagebetrag nach Ende der Laufzeit automatisch unter denselben Konditionen verlängert werden soll oder ob du eine Auszahlung bevorzugst.
- Angaben überprüfen: Kontrolliere deine Eingaben und speichere oder drucke die Bedingungen aus.
- Transaktion autorisieren: Bestätige die Anlage deines Termingeldes mit einer TAN (photoTAN/mobileTAN).
Hinweis: Als mögliche Verrechnungskonten können unter anderem Girokonten, Tagesgeldkonten oder Sparkonten verwendet werden.
Besonderheiten
Du kannst dein Commerzbank Festgeldkonto auch in US-Dollar oder Britischen Pfund anlegen. Dazu musst du lediglich ein entsprechendes Währungskonto bei der Commerzbank besitzen.
Unsere Erfahrungen mit dem Festgeldkonto der Commerzbank
Das Festgeldkonto bei der Commerzbank ist eine solide Alternative für Sparer, denen Planbarkeit wichtiger als Rendite ist.
Der Kontoeröffnungsprozess lief reibungslos ab. Um ein Festgeldkonto zu eröffnen, benötigst du ein Girokonto bei der Commerzbank oder eine andere Form von Verrechnungskonto.
Für wen lohnt sich das Commerzbank Festgeld?
Das Commerzbank Festgeld eignet sich vor allem für Sparer, die ihr Geld für einen festgelegten Zeitraum nicht benötigen und dafür einen festen Zinssatz erhalten möchten. Der entscheidende Vorteil gegenüber einem Tagesgeldkonto besteht darin, dass der vereinbarte Zinssatz während der gesamten Laufzeit feststeht. Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus haben nach Abschluss der Anlage keinen Einfluss mehr auf die Verzinsung.
Damit bietet sich Festgeld insbesondere für Anleger an, die Wert auf Planbarkeit und Sicherheit legen. Bereits bei der Anlage steht fest, mit welchem Zinsertrag am Ende der Laufzeit gerechnet werden kann. Anders als bei Aktien oder ETFs gibt es keine täglichen Kursschwankungen.
Für sicherheitsorientierte Sparer
Besonders interessant ist das Commerzbank Festgeld für Anleger, die größere Risiken vermeiden möchten. Festgeld ist kein Wertpapier und unterliegt daher keinen Börsenkursschwankungen. Die Einlagen bei der Commerzbank fallen zudem grundsätzlich unter die gesetzliche Einlagensicherung.
Das macht Festgeld beispielsweise für Geld interessant, das in einigen Jahren für eine größere Ausgabe benötigt wird. Wer bereits weiß, dass er einen bestimmten Betrag in absehbarer Zeit benötigt, möchte diesen häufig nicht den kurzfristigen Schwankungen des Aktienmarktes aussetzen.
Für Anleger, die ihr Geld eine Zeit lang nicht benötigen
Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass der angelegte Betrag während der vereinbarten Laufzeit entbehrlich ist. Über das Festgeld kann grundsätzlich nicht wie über Guthaben auf einem Tagesgeldkonto verfügt werden.
Vor der Anlage sollte deshalb eine ausreichend große Liquiditätsreserve vorhanden sein. Der Notgroschen für unerwartete Ausgaben ist auf einem jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonto in der Regel besser aufgehoben.
Ein einfaches Beispiel: Wer 30.000 Euro Ersparnisse besitzt und davon möglicherweise kurzfristig 10.000 Euro benötigt, sollte nicht unbedingt den gesamten Betrag als Festgeld anlegen. Stattdessen könnte nur der längerfristig nicht benötigte Teil fest angelegt werden.
Für Anleger, die mit fallenden Zinsen rechnen
Festgeld kann außerdem interessant sein, wenn Anleger davon ausgehen, dass die Sparzinsen in Zukunft sinken werden. Der bei Abschluss vereinbarte Zinssatz wird für die gewählte Laufzeit festgeschrieben.
Sinken die Marktzinsen anschließend, bleibt die Verzinsung des bereits abgeschlossenen Festgeldes unverändert. Das kann insbesondere bei längeren Laufzeiten von Vorteil sein.
Der umgekehrte Effekt ist allerdings ebenfalls möglich: Steigen die Zinsen nach Abschluss deutlich, profitiert eine bestehende Festgeldanlage davon nicht. Das Geld bleibt bis zum Ende der Laufzeit zum ursprünglich vereinbarten Zinssatz angelegt.
Für bestehende Commerzbank-Kunden
Praktisch kann das Festgeld zudem für Anleger sein, die bereits Kunde bei der Commerzbank sind und ihre Bankgeschäfte möglichst bei einem Anbieter bündeln möchten. In diesem Fall müssen Sparer nicht zwingend für jedes etwas bessere Zinsangebot ein neues Konto bei einer anderen Bank eröffnen.
Ob sich diese Bequemlichkeit lohnt, hängt jedoch vom Zinsunterschied zu anderen Festgeldangeboten ab. Schon wenige Zehntelprozentpunkte können bei hohen Anlagebeträgen und längeren Laufzeiten einen spürbaren Unterschied ausmachen.
Bei 50.000 Euro Anlagekapital entspricht beispielsweise ein Zinsunterschied von 0,50 Prozentpunkten bereits 250 Euro zusätzlichem Zinsertrag pro Jahr – vor Steuern.
Für wen eignet sich das Commerzbank Festgeld eher nicht?
Nicht für jeden Sparer ist Festgeld die passende Lösung. Wer jederzeit auf sein gesamtes Erspartes zugreifen können möchte, fährt mit einem Tagesgeldkonto meist flexibler.
Auch Anleger, die bewusst höhere Renditechancen suchen und einen langen Anlagehorizont haben, sollten Festgeld nicht automatisch als einzige Anlageform betrachten. Aktien und breit gestreute ETFs können langfristig höhere Renditechancen bieten, gehen allerdings auch mit Kursrisiken einher.
Weniger geeignet ist Festgeld außerdem für Geld, das möglicherweise kurzfristig für Reparaturen, Umzüge, größere Anschaffungen oder andere unerwartete Ausgaben benötigt wird.
Das Commerzbank Festgeld eignet sich daher vor allem für Anleger, die Sicherheit und kalkulierbare Zinsen höher gewichten als maximale Flexibilität. Entscheidend ist, nur den Teil des Vermögens fest anzulegen, auf den während der gesamten Laufzeit zuverlässig verzichtet werden kann.
Welche Laufzeit ist beim Commerzbank Festgeld sinnvoll?
Bei einer Festgeldanlage ist nicht nur die Höhe der Zinsen entscheidend. Mindestens genauso wichtig ist die Wahl der richtigen Laufzeit. Denn sobald das Geld angelegt wurde, ist es für den vereinbarten Zeitraum gebunden. Eine vorzeitige Verfügung ist beim Commerzbank Festgeld grundsätzlich nicht vorgesehen.
Welche Laufzeit sinnvoll ist, hängt deshalb vor allem davon ab, wann das Geld wieder benötigt wird und wie sich die Zinsen in den kommenden Jahren entwickeln könnten.
Kurze Laufzeiten bieten mehr Flexibilität
Eine kurze Laufzeit bietet sich vor allem für Anleger an, die ihr Geld nicht zu lange binden möchten. Nach Ablauf der Festgeldanlage steht das Kapital wieder zur Verfügung und kann anschließend neu angelegt werden.
Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn in absehbarer Zeit eine größere Anschaffung geplant ist oder noch nicht feststeht, ob das Geld längerfristig benötigt wird.
Kurze Laufzeiten haben außerdem einen Vorteil, wenn die Marktzinsen steigen. Läuft die Festgeldanlage vergleichsweise schnell aus, kann das Kapital anschließend möglicherweise zu einem höheren Zinssatz neu angelegt werden.
Allerdings funktioniert dieser Effekt auch in die andere Richtung. Fallen die Festgeldzinsen während der Laufzeit, muss das Geld nach der Fälligkeit möglicherweise zu schlechteren Konditionen neu angelegt werden.
Längere Laufzeiten schaffen Planungssicherheit
Wer sicher weiß, dass ein bestimmter Betrag mehrere Jahre lang nicht benötigt wird, kann sich für eine längere Laufzeit entscheiden. Der vereinbarte Zinssatz bleibt dann über den gesamten Zeitraum festgeschrieben.
Das kann besonders interessant sein, wenn mit sinkenden Sparzinsen gerechnet wird. Fallen die Marktzinsen beispielsweise ein Jahr nach Abschluss der Anlage deutlich, ändert sich der bereits vereinbarte Festgeldzins nicht.
Dafür verzichten Anleger auf Flexibilität. Steigen die Festgeldzinsen während der Laufzeit, kann die bestehende Anlage nicht einfach auf den neuen, höheren Zinssatz umgestellt werden.
Eine lange Laufzeit ist deshalb nicht automatisch besser, selbst wenn sie bei Abschluss einen attraktiven Zinssatz bietet.
Die Laufzeit sollte zur eigenen Finanzplanung passen
Die wichtigste Frage lautet daher nicht: „Bei welcher Laufzeit bekomme ich die höchsten Zinsen?“, sondern: „Wann könnte ich dieses Geld wieder benötigen?“
Wer beispielsweise in zwei Jahren ein Auto kaufen, Eigenkapital für eine Immobilie einsetzen oder eine größere Renovierung bezahlen möchte, sollte das dafür vorgesehene Kapital nicht für einen Zeitraum anlegen, der über diesen Zeitpunkt hinausgeht.
Anders sieht es bei Geld aus, für das bereits eine ausreichende Liquiditätsreserve vorhanden ist und das mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrere Jahre nicht benötigt wird. Hier kann eine längere Zinsbindung sinnvoll sein.
Grundsätzlich gilt: Je unsicherer der zukünftige Kapitalbedarf ist, desto vorsichtiger sollte die Laufzeit gewählt werden.
Nicht das gesamte Kapital muss dieselbe Laufzeit haben
Anleger müssen sich außerdem nicht zwingend für eine einzige Laufzeit entscheiden. Bei größeren Anlagebeträgen kann es sinnvoll sein, das Kapital auf mehrere Festgeldanlagen aufzuteilen.
Wer beispielsweise 30.000 Euro anlegen möchte, könnte statt einer einzigen Anlage über 30.000 Euro mehrere Teilbeträge mit unterschiedlichen Laufzeiten anlegen. Dadurch wird regelmäßig ein Teil des Kapitals wieder verfügbar.
Diese Strategie wird häufig als Festgeldleiter bezeichnet. Sie verbindet die Planungssicherheit von Festgeld mit etwas mehr Flexibilität. Wie eine solche Festgeldleiter konkret aufgebaut werden kann, erklären wir weiter unten ausführlicher.
Auch die Zinsdifferenz zwischen den Laufzeiten beachten
Vor dem Abschluss lohnt sich ein genauer Blick auf die Zinsen der einzelnen Laufzeiten. Eine längere Laufzeit ist nicht automatisch mit einem höheren Zinssatz verbunden.
Entscheidend ist deshalb, welchen zusätzlichen Ertrag die längere Bindung tatsächlich bringt. Ist der Zinsunterschied sehr klein, kann eine kürzere Laufzeit trotz geringfügig niedrigerer Verzinsung attraktiver sein, weil das Kapital früher wieder zur Verfügung steht.
Umgekehrt kann eine längere Laufzeit interessant werden, wenn der angebotene Zinssatz attraktiv ist und Anleger davon ausgehen, dass das allgemeine Zinsniveau künftig sinkt.
Die aktuellen Konditionen sollten deshalb immer unmittelbar vor dem Abschluss miteinander verglichen werden.
Welche Laufzeit ist nun die beste?
Eine pauschal beste Laufzeit gibt es beim Commerzbank Festgeld nicht. Die Entscheidung hängt vom persönlichen Anlagehorizont, dem Liquiditätsbedarf und den Erwartungen an die zukünftige Zinsentwicklung ab.
Wer möglichst flexibel bleiben möchte, sollte tendenziell eine kürzere Laufzeit wählen. Wer das Geld sicher mehrere Jahre nicht benötigt und sich den aktuellen Zinssatz langfristig sichern möchte, kann dagegen eine längere Laufzeit in Betracht ziehen.
Die Laufzeit sollte letztlich immer zur eigenen Finanzplanung passen – und nicht allein danach ausgewählt werden, wo aktuell der höchste Zinssatz angezeigt wird.
Wie viel Zinsen bringt das Commerzbank Festgeld? Beispielrechnungen
Ein Zinssatz von beispielsweise 2 oder 3 Prozent pro Jahr klingt zunächst abstrakt. Interessanter ist für Anleger die Frage, wie viele Euro Zinsen eine Festgeldanlage tatsächlich bringt.
Der konkrete Zinsertrag beim Commerzbank Festgeld hängt von drei Faktoren ab: dem angelegten Betrag, dem vereinbarten Zinssatz und der Laufzeit. Grundsätzlich gilt: Je höher der Anlagebetrag und der Zinssatz, desto höher fällt auch der Zinsertrag aus.
So werden die Festgeldzinsen berechnet
Bei einer Laufzeit von einem Jahr lässt sich der Zinsertrag mit einer einfachen Formel berechnen:
Anlagebetrag × Zinssatz ÷ 100 = Zinsertrag pro Jahr
Wer beispielsweise 10.000 Euro zu einem Zinssatz von 2,50 % p. a. für ein Jahr anlegt, erhält rechnerisch:
10.000 Euro × 2,50 % = 250 Euro Zinsen
Nach einem Jahr beträgt das Guthaben somit 10.250 Euro – vorausgesetzt, Steuern werden bei dieser vereinfachten Rechnung zunächst nicht berücksichtigt.
Beispiel: 5.000 Euro Festgeld
Bei einem Anlagebetrag von 5.000 Euro wirken sich selbst kleinere Unterschiede beim Zinssatz bereits auf den Ertrag aus.
Bei angenommenen 2,50 % Zinsen pro Jahr ergibt sich:
5.000 Euro × 2,50 % = 125 Euro Zinsen pro Jahr
Nach einem Jahr wären aus den ursprünglich angelegten 5.000 Euro somit 5.125 Euro geworden.
Beispiel: 10.000 Euro Festgeld
Bei einer Anlage von 10.000 Euro fällt der Zinsertrag entsprechend doppelt so hoch aus.
Bei einem angenommenen Zinssatz von 2,50 % p. a. beträgt der jährliche Zinsertrag:
10.000 Euro × 2,50 % = 250 Euro
Nach einem Jahr stehen damit rechnerisch 10.250 Euro zur Verfügung.
Beispiel: 25.000 Euro Festgeld
Bei 25.000 Euro Anlagekapital wird der Einfluss des Zinssatzes bereits deutlicher.
Bei 2,50 % Zinsen pro Jahr ergibt sich:
25.000 Euro × 2,50 % = 625 Euro Zinsen pro Jahr
Bei gleichbleibender Berechnungsgrundlage würde die Anlage nach einem Jahr einen Wert von 25.625 Euro erreichen.
Beispiel: 50.000 Euro Festgeld
Wer 50.000 Euro zu einem angenommenen Zinssatz von 2,50 % p. a. anlegt, erhält rechnerisch:
50.000 Euro × 2,50 % = 1.250 Euro Zinsen pro Jahr
Gerade bei solchen Anlagebeträgen lohnt sich ein Vergleich verschiedener Festgeldangebote. Bereits ein Unterschied von 0,25 Prozentpunkten entspricht bei 50.000 Euro einem Unterschied von 125 Euro pro Jahr.
Bei einem Zinsunterschied von 0,50 Prozentpunkten wären es bereits 250 Euro pro Jahr.
Beispiel: 100.000 Euro Festgeld
Bei einem Anlagebetrag von 100.000 Euro werden selbst kleine Zinsunterschiede besonders relevant.
Bei angenommenen 2,50 % Zinsen ergibt sich ein jährlicher Zinsertrag von:
100.000 Euro × 2,50 % = 2.500 Euro
Ein Zinssatz von beispielsweise 2,75 % würde dagegen 2.750 Euro und ein Zinssatz von 3,00 % bereits 3.000 Euro Zinsen pro Jahr bringen.
Bei größeren Anlagebeträgen sollte neben der Rendite allerdings unbedingt die Einlagensicherung berücksichtigt werden. Die gesetzliche Einlagensicherung ist grundsätzlich auf einen bestimmten Betrag pro Einleger und Kreditinstitut begrenzt. Auf die Absicherung größerer Festgeldbeträge gehen wir weiter unten noch ausführlich ein.
Kleine Zinsunterschiede können sich deutlich auswirken
Gerade beim Festgeld lohnt es sich, nicht nur auf den Namen der Bank oder die bequemste Abschlussmöglichkeit zu achten. Schon wenige Zehntelprozentpunkte können über mehrere Jahre einen spürbaren Unterschied ausmachen.
Bei 50.000 Euro Anlagekapital sieht der jährliche Zinsertrag beispielsweise folgendermaßen aus:
| Zinssatz | Zinsen pro Jahr |
|---|---|
| 2,00 % | 1.000 Euro |
| 2,25 % | 1.125 Euro |
| 2,50 % | 1.250 Euro |
| 2,75 % | 1.375 Euro |
| 3,00 % | 1.500 Euro |
Zwischen 2,00 % und 3,00 % liegen bei diesem Anlagebetrag somit 500 Euro Zinsertrag pro Jahr.
Bei einer mehrjährigen Anlage kann sich dieser Unterschied weiter summieren. Deshalb ist es sinnvoll, die aktuellen Festgeldzinsen unmittelbar vor dem Abschluss mit anderen Angeboten zu vergleichen.
Bruttozinsen sind nicht immer gleich Nettozinsen
Die genannten Beispiele zeigen zunächst den Zinsertrag vor Steuern. Tatsächlich können auf Kapitalerträge Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer anfallen.
Ob und in welcher Höhe Steuern tatsächlich abgezogen werden, hängt unter anderem davon ab, ob ein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt und wie hoch die gesamten Kapitalerträge des Anlegers im jeweiligen Jahr sind.
Wer beispielsweise 1.250 Euro Festgeldzinsen erhält, muss deshalb nicht zwangsläufig den gesamten Betrag versteuern. Ein vorhandener und noch nicht ausgeschöpfter Sparer-Pauschbetrag kann einen Teil oder gegebenenfalls den gesamten Ertrag abdecken.
Wie die Besteuerung beim Commerzbank Festgeld funktioniert und wie viel von den Zinsen nach Steuern übrig bleibt, zeigen wir in einem späteren Kapitel anhand konkreter Beispiele.
Fazit zur Zinsberechnung
Wie attraktiv das Commerzbank Festgeld ist, lässt sich am besten beurteilen, wenn der angebotene Zinssatz in einen konkreten Eurobetrag umgerechnet wird.
Bei kleinen Anlagebeträgen fallen Unterschiede zwischen zwei Angeboten häufig überschaubar aus. Bei 50.000 oder 100.000 Euro können dagegen bereits wenige Zehntelprozentpunkte mehrere Hundert Euro Unterschied bedeuten.
Vor dem Abschluss sollte deshalb nicht nur der beworbene Zinssatz betrachtet werden. Entscheidend ist, welchen tatsächlichen Zinsertrag die gewünschte Anlagesumme über die gewählte Laufzeit bringt.
Was passiert mit dem Commerzbank Festgeld am Ende der Laufzeit?
Wer Geld für mehrere Monate oder Jahre fest anlegt, sollte bereits beim Abschluss wissen, was am Ende der vereinbarten Laufzeit passiert. Denn mit dem Erreichen des Fälligkeitstermins endet die ursprüngliche Zinsbindung. Anschließend muss entschieden werden, ob das Geld wieder verfügbar sein oder erneut angelegt werden soll.
Beim Commerzbank Festgeld können Anleger bereits bei der Anlage festlegen, was nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit mit ihrem Geld geschehen soll.
Auszahlung nach Ende der Laufzeit
Soll das Festgeld nach der vereinbarten Laufzeit nicht fortgeführt werden, kann die Anlage bei Fälligkeit ausgezahlt werden. Das angelegte Kapital steht anschließend wieder zur Verfügung.
Damit endet auch die bisherige Zinsvereinbarung. Möchte der Anleger das Geld danach erneut als Festgeld anlegen, gelten grundsätzlich die zu diesem Zeitpunkt angebotenen Konditionen.
Das ist wichtig, weil sich Festgeldzinsen während einer mehrjährigen Laufzeit deutlich verändern können. Wer beispielsweise heute eine Festgeldanlage abschließt, kann nicht davon ausgehen, dass bei einer erneuten Anlage in einigen Jahren derselbe Zinssatz angeboten wird.
Festgeld nach der Fälligkeit erneut anlegen
Wird das Geld nach Ablauf der Laufzeit weiterhin nicht benötigt, kann eine erneute Festgeldanlage interessant sein. Dabei sollte jedoch nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass die bisherige Laufzeit erneut die beste Wahl ist.
Vor einer Wiederanlage lohnt sich ein neuer Vergleich. Dabei sollten sowohl die dann aktuellen Commerzbank-Zinsen als auch Festgeldangebote anderer Banken berücksichtigt werden.
Auch die persönliche Situation kann sich verändert haben. Vielleicht wurde ursprünglich eine lange Laufzeit gewählt, während das Kapital inzwischen in ein oder zwei Jahren benötigt wird. Umgekehrt kann Geld, das zunächst nur kurzfristig angelegt wurde, mittlerweile für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen.
Die Fälligkeit ist deshalb ein guter Zeitpunkt, die gesamte Anlageentscheidung neu zu überprüfen.
Was passiert bei einer Verlängerung?
Bei der Festgeldanlage kann festgelegt werden, ob das Kapital am Ende ausgezahlt oder die Anlage verlängert werden soll.
Wer sich für eine Verlängerung entscheidet, sollte beachten, dass für die neue Anlageperiode nicht automatisch der ursprünglich vereinbarte Zinssatz weitergilt. Maßgeblich sind die Konditionen, die für die anschließende Anlage gelten.
Das kann sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein. Sind die Festgeldzinsen inzwischen gestiegen, kann die neue Verzinsung attraktiver ausfallen. Sind die Zinsen dagegen gefallen, kann die Anschlussanlage schlechter verzinst werden als das ursprüngliche Festgeld.
Aus diesem Grund sollte eine Wiederanlage nicht mit einer Garantie des bisherigen Zinssatzes verwechselt werden.
Vor der Fälligkeit die aktuellen Zinsen vergleichen
Spätestens wenn sich das Ende der Laufzeit nähert, lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Zinsniveau.
Dabei sollte nicht nur geprüft werden, welchen Zinssatz die Commerzbank für eine neue Festgeldanlage anbietet. Interessant sind auch Tagesgeldkonten und Festgeldangebote anderer Banken.
Ein Wechsel muss sich allerdings finanziell lohnen. Liegt eine andere Bank beispielsweise nur 0,10 Prozentpunkte über dem Angebot der Commerzbank, beträgt der zusätzliche Ertrag bei 10.000 Euro lediglich 10 Euro pro Jahr.
Bei größeren Beträgen werden solche Unterschiede relevanter. Bei 100.000 Euro entsprechen 0,50 Prozentpunkte bereits 500 Euro Zinsunterschied pro Jahr.
Nicht benötigtes Geld muss nicht komplett wieder angelegt werden
Nach der Fälligkeit muss außerdem nicht zwangsläufig der gesamte Betrag erneut als Festgeld angelegt werden.
Angenommen, nach Ablauf einer Festgeldanlage stehen 30.000 Euro zur Verfügung. Davon könnten beispielsweise 10.000 Euro als zusätzliche Liquiditätsreserve auf einem Tagesgeldkonto verbleiben und lediglich 20.000 Euro erneut fest angelegt werden.
Ebenso ist eine Aufteilung auf mehrere Laufzeiten möglich. Dadurch wird nicht das gesamte Kapital gleichzeitig über mehrere Jahre gebunden.
Gerade bei größeren Beträgen kann diese Vorgehensweise mehr Flexibilität schaffen.
Fälligkeitstermin im Blick behalten
Der Fälligkeitstermin sollte bereits beim Abschluss der Festgeldanlage notiert werden. Besonders bei Laufzeiten von mehreren Jahren gerät eine Geldanlage leicht aus dem Blick.
Einige Wochen vor dem Ende der Laufzeit kann dann geprüft werden:
- Wird das Geld demnächst benötigt?
- Wie hoch sind die aktuellen Festgeldzinsen?
- Welche Laufzeiten sind momentan attraktiv?
- Gibt es bessere Angebote bei anderen Banken?
- Soll ein Teil des Geldes liquide bleiben?
- Ist eine erneute Festgeldanlage überhaupt noch sinnvoll?
Wer diese Fragen rechtzeitig beantwortet, verhindert, dass die Entscheidung über die weitere Verwendung eines größeren Geldbetrags erst unmittelbar bei Fälligkeit getroffen werden muss.
Fazit: Bei Fälligkeit neu entscheiden
Das Ende der Laufzeit ist mehr als nur der Zeitpunkt, an dem eine Festgeldanlage ausläuft. Es ist gleichzeitig eine Gelegenheit, die eigene Anlagestrategie neu zu bewerten.
Wer das Geld benötigt, kann es nach der Fälligkeit anderweitig verwenden. Wer es weiterhin anlegen möchte, sollte die dann verfügbaren Zinsen und Laufzeiten neu vergleichen.
Entscheidend ist, eine Wiederanlage nicht einfach aus Bequemlichkeit laufen zu lassen. Die Konditionen können sich seit dem ursprünglichen Abschluss erheblich verändert haben. Ein erneuter Vergleich kann deshalb gerade bei größeren Anlagebeträgen mehrere Hundert Euro Unterschied ausmachen.
Kann man das Commerzbank Festgeld vorzeitig kündigen?
Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Festgeld und Tagesgeld ist die Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Während Guthaben auf einem Tagesgeldkonto grundsätzlich jederzeit verfügbar ist, wird Festgeld für eine vorher vereinbarte Laufzeit angelegt.
Beim Commerzbank Festgeld ist eine Verfügung über das angelegte Kapital vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit grundsätzlich nicht möglich. Anleger sollten deshalb nur Geld als Festgeld anlegen, auf das sie während des gesamten Anlagezeitraums verzichten können.
Eine normale vorzeitige Kündigung ist nicht vorgesehen
Bei Festgeld wird der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum fest vereinbart. Im Gegenzug verpflichtet sich der Anleger, das Kapital für diesen Zeitraum bei der Bank zu belassen.
Wer beispielsweise 20.000 Euro für drei Jahre als Festgeld anlegt, sollte deshalb davon ausgehen, dass dieser Betrag während der gesamten drei Jahre nicht für andere Zwecke zur Verfügung steht.
Eine einfache Kündigung nach einigen Monaten, weil das Geld beispielsweise für ein neues Auto, eine Renovierung oder eine andere Anschaffung benötigt wird, ist bei einer Festgeldanlage grundsätzlich nicht vorgesehen.
Genau darin liegt der wesentliche Unterschied zum Tagesgeld.
Was passiert bei einem finanziellen Notfall?
Auch wenn eine reguläre vorzeitige Verfügung nicht vorgesehen ist, können außergewöhnliche Situationen auftreten.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Anleger bei jedem persönlichen Liquiditätsbedarf einen Anspruch auf eine vorzeitige Auszahlung haben. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Festgeldanlage in einem besonderen Ausnahmefall vorzeitig beendet werden kann, hängt von den vertraglichen und gesetzlichen Voraussetzungen des jeweiligen Falls ab.
Anleger sollten daher keinesfalls mit einer vorzeitigen Auszahlung planen.
Wer unerwartet dringend Geld benötigt, sollte sich direkt mit der Commerzbank in Verbindung setzen und prüfen lassen, welche Möglichkeiten im konkreten Fall bestehen.
Warum lässt sich Festgeld nicht einfach auszahlen?
Die eingeschränkte Verfügbarkeit gehört zum Grundprinzip von Festgeld. Die Bank weiß bereits beim Abschluss, wie lange ihr das Kapital voraussichtlich zur Verfügung steht. Im Gegenzug erhält der Kunde einen für die vereinbarte Laufzeit festgelegten Zinssatz.
Beim Tagesgeld ist die Situation anders. Dort kann der Anleger sein Guthaben grundsätzlich jederzeit abziehen. Dafür kann die Bank den Tagesgeldzins üblicherweise ebenfalls verändern.
Festgeld bietet damit mehr Zinssicherheit, Tagesgeld dagegen mehr Flexibilität.
Den Notgroschen nicht als Festgeld anlegen
Aus diesem Grund sollte die persönliche Liquiditätsreserve grundsätzlich nicht vollständig in einer Festgeldanlage gebunden werden.
Unvorhergesehene Ausgaben können jederzeit entstehen. Eine größere Autoreparatur, eine defekte Heizung, ein Umzug oder eine andere kurzfristige Ausgabe kann schnell mehrere Tausend Euro kosten.
Wer sein gesamtes frei verfügbares Vermögen als Festgeld angelegt hat, kann in einer solchen Situation vor einem Problem stehen.
Sinnvoller ist es daher, zunächst eine ausreichend hohe und kurzfristig verfügbare Reserve aufzubauen. Geld, das als Notgroschen vorgesehen ist, kann beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto aufbewahrt werden. Erst der darüber hinausgehende Betrag kommt für eine längerfristige Festgeldanlage infrage.
Beispiel: 30.000 Euro Ersparnisse
Angenommen, ein Anleger verfügt über insgesamt 30.000 Euro frei verfügbares Vermögen.
Statt die kompletten 30.000 Euro für mehrere Jahre als Festgeld anzulegen, könnte er beispielsweise einen Teil als jederzeit verfügbare Reserve behalten und nur den restlichen Betrag fest anlegen.
Wie hoch diese Reserve sein sollte, hängt von der persönlichen Situation ab. Ein Eigenheimbesitzer kann beispielsweise einen höheren kurzfristigen Finanzbedarf haben als jemand, der zur Miete wohnt und keine größeren laufenden Verpflichtungen besitzt.
Entscheidend ist deshalb nicht eine bestimmte pauschale Summe, sondern die Frage, welche unerwarteten Ausgaben realistisch auftreten könnten.
Laufzeit im Zweifel kürzer wählen
Wer nicht sicher einschätzen kann, ob das Geld tatsächlich mehrere Jahre entbehrlich ist, sollte eine kürzere Laufzeit in Betracht ziehen.
Das kann zwar bedeuten, dass ein anderer Zinssatz gilt. Dafür steht das Kapital früher wieder zur Verfügung.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Anlagebetrag auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufzuteilen. So wird regelmäßig ein Teil des Kapitals wieder frei, anstatt die gesamte Summe bis zu einem einzigen Fälligkeitstermin zu binden.
Diese sogenannte Festgeldleiter erklären wir in einem späteren Abschnitt noch ausführlicher.
Festgeld oder Tagesgeld bei unsicherem Kapitalbedarf?
Wer bereits beim Abschluss damit rechnet, möglicherweise kurzfristig auf das Geld zugreifen zu müssen, sollte prüfen, ob Festgeld überhaupt die richtige Anlageform ist.
Tagesgeld bietet in diesem Fall einen entscheidenden Vorteil: Das Guthaben bleibt grundsätzlich verfügbar.
Dafür gibt es normalerweise keine langfristige Garantie auf den Zinssatz. Die Bank kann den Tagesgeldzins anpassen, während der Zinssatz einer abgeschlossenen Festgeldanlage für die vereinbarte Laufzeit feststeht.
Die Entscheidung lautet deshalb häufig:
Flexibilität oder Zinsgarantie?
Wer Flexibilität benötigt, ist mit Tagesgeld häufig besser aufgehoben. Wer dagegen sicher auf das Kapital verzichten kann, kann die Planungssicherheit einer Festgeldanlage nutzen.
Vor dem Abschluss Liquiditätsbedarf prüfen
Bevor Anleger Commerzbank Festgeld abschließen, sollten sie deshalb drei Fragen beantworten:
- Benötige ich einen Teil dieses Geldes möglicherweise während der Laufzeit?
- Habe ich zusätzlich eine ausreichend große, jederzeit verfügbare Geldreserve?
- Gibt es bereits geplante größere Ausgaben innerhalb des Anlagezeitraums?
Wer eine dieser Fragen nicht eindeutig beantworten kann, sollte besonders vorsichtig mit langen Laufzeiten sein.
Fazit: Festgeld nur mit wirklich entbehrlichem Kapital
Beim Commerzbank Festgeld sollten Anleger davon ausgehen, dass das angelegte Geld bis zum vereinbarten Fälligkeitstermin gebunden bleibt. Eine reguläre vorzeitige Verfügung ist grundsätzlich nicht vorgesehen.
Das ist kein ungewöhnlicher Nachteil speziell der Commerzbank, sondern ein wesentliches Merkmal von Festgeldanlagen.
Deshalb sollte nur Kapital als Festgeld angelegt werden, das während der gesamten Laufzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht benötigt wird. Für den Notgroschen und kurzfristig geplante Ausgaben ist eine flexible Anlageform wie Tagesgeld in der Regel besser geeignet.
Commerzbank Festgeld in USD und GBP: Lohnt sich das?
Neben Festgeld in Euro bietet die Commerzbank auch die Möglichkeit, Festgeld in ausgewählten Fremdwährungen anzulegen. Dazu gehören insbesondere der US-Dollar (USD) und das Britische Pfund (GBP).
Auf den ersten Blick kann Fremdwährungs-Festgeld attraktiv erscheinen, wenn die angebotenen Zinsen höher sind als bei einer vergleichbaren Anlage in Euro. Anleger sollten sich davon jedoch nicht täuschen lassen: Bei einer Anlage in US-Dollar oder Britischen Pfund kommt neben dem Festgeldzins ein weiterer entscheidender Faktor hinzu – der Wechselkurs.
Dieser kann dafür sorgen, dass eine vermeintlich besser verzinste Anlage am Ende weniger Rendite erzielt als ein Festgeld in Euro. Im ungünstigen Fall kann trotz positiver Zinsen sogar ein Verlust entstehen, wenn das Ergebnis wieder in Euro umgerechnet wird.
Wie funktioniert Festgeld in einer Fremdwährung?
Das grundsätzliche Prinzip unterscheidet sich zunächst kaum von einer Festgeldanlage in Euro. Ein bestimmter Betrag wird für eine vereinbarte Laufzeit angelegt und mit einem festgelegten Zinssatz verzinst.
Der entscheidende Unterschied besteht in der Währung.
Wer Euro besitzt und beispielsweise Festgeld in US-Dollar anlegen möchte, muss sein Kapital zunächst in US-Dollar umwandeln. Am Ende der Anlage besitzt der Anleger weiterhin einen Betrag in US-Dollar. Wird dieser anschließend wieder in Euro getauscht, entscheidet der dann geltende Wechselkurs mit darüber, wie hoch die tatsächliche Rendite in Euro ausfällt.
Damit hängt das Ergebnis nicht mehr ausschließlich vom Festgeldzins ab.
Höhere Zinsen bedeuten nicht automatisch eine höhere Rendite
Angenommen, ein Festgeld in Euro wird mit 2,50 % p. a. verzinst, während eine Anlage in US-Dollar 4,00 % p. a. bringt.
Auf den ersten Blick erscheint die Dollar-Anlage eindeutig attraktiver. Die Zinsdifferenz beträgt schließlich 1,50 Prozentpunkte.
Diese Betrachtung lässt jedoch die Entwicklung des Wechselkurses vollständig außer Acht.
Verliert der US-Dollar während der Laufzeit gegenüber dem Euro an Wert, kann der Wechselkursverlust einen Teil des zusätzlichen Zinsertrags oder sogar den gesamten Zinsertrag aufzehren.
Umgekehrt kann ein stärkerer US-Dollar die Rendite eines deutschen Anlegers zusätzlich erhöhen.
Beispiel: 10.000 Euro in US-Dollar anlegen
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt das Wechselkursrisiko.
Angenommen, ein Anleger möchte 10.000 Euro für ein Jahr anlegen. Zur besseren Veranschaulichung nehmen wir einen hypothetischen Wechselkurs von:
1 Euro = 1,10 US-Dollar
Aus 10.000 Euro werden damit zunächst:
11.000 US-Dollar
Bei einem angenommenen Festgeldzins von 4,00 % erhält der Anleger nach einem Jahr 440 US-Dollar Zinsen.
Das Guthaben beträgt anschließend:
11.440 US-Dollar
Wie viel dieses Guthaben in Euro wert ist, hängt nun vom Wechselkurs am Ende der Laufzeit ab.
Szenario 1: Der Wechselkurs bleibt unverändert
Liegt der Wechselkurs nach einem Jahr weiterhin bei 1 Euro = 1,10 US-Dollar, entsprechen 11.440 US-Dollar:
10.400 Euro
Der Anleger hätte damit vor Steuern und möglichen Umrechnungskosten einen Gewinn von 400 Euro erzielt.
In diesem stark vereinfachten Szenario entspricht die Rendite dem Festgeldzins von 4,00 %.
Szenario 2: Der US-Dollar verliert an Wert
Nun nehmen wir an, der Dollar wird während der Laufzeit schwächer.
Nach einem Jahr liegt der Wechselkurs beispielsweise bei:
1 Euro = 1,15 US-Dollar
Die vorhandenen 11.440 US-Dollar entsprechen dann nur noch rund:
9.948 Euro
Obwohl die Festgeldanlage selbst 440 US-Dollar Zinsen erwirtschaftet hat, liegt der Wert des Guthabens nach der Rückrechnung unter den ursprünglich eingesetzten 10.000 Euro.
Der Wechselkursverlust hätte in diesem Beispiel den gesamten Zinsertrag aufgezehrt.
Szenario 3: Der US-Dollar gewinnt an Wert
Die Entwicklung kann allerdings auch zugunsten des Anlegers verlaufen.
Angenommen, der Wechselkurs liegt nach einem Jahr bei:
1 Euro = 1,05 US-Dollar
Die 11.440 US-Dollar wären dann umgerechnet rund:
10.895 Euro
In diesem Fall profitiert der Anleger sowohl vom Festgeldzins als auch von der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro.
Die Rendite wäre dadurch deutlich höher als der eigentliche Festgeldzins.
Das gleiche Risiko besteht beim Britischen Pfund
Das Prinzip gilt genauso für Festgeld in Britischen Pfund.
Auch hier kann ein höherer Zinssatz attraktiv erscheinen. Für einen Anleger, der sein Vermögen und seine Ausgaben hauptsächlich in Euro hat, ist jedoch entscheidend, wie sich das Britische Pfund gegenüber dem Euro entwickelt.
Steigt das Pfund, kann zusätzlich zu den Zinsen ein Wechselkursgewinn entstehen. Fällt das Pfund dagegen, reduziert der Wechselkursverlust die Rendite in Euro.
Bei stärkeren Währungsbewegungen kann dieser Effekt erheblich größer sein als der Unterschied zwischen den Festgeldzinsen.
Wann kann Fremdwährungs-Festgeld sinnvoll sein?
Besonders naheliegend kann eine Fremdwährungsanlage sein, wenn das Geld später ohnehin in derselben Währung benötigt wird.
Wer beispielsweise zukünftig größere Ausgaben in den USA plant und dafür US-Dollar benötigt, betrachtet die Anlage aus einer anderen Perspektive als jemand, der das gesamte Kapital nach Ablauf wieder in Euro tauschen möchte.
Auch Anleger, die bereits US-Dollar oder Britische Pfund besitzen, müssen für eine entsprechende Festgeldanlage möglicherweise nicht erst Euro in die Fremdwährung tauschen.
Wer dagegen Euro in eine Fremdwährung umtauscht, ausschließlich um einen höheren Festgeldzins zu erhalten, sollte das zusätzliche Währungsrisiko sehr genau berücksichtigen.
Wechselkursrisiko kann größer als der Zinsvorteil sein
Gerade dieser Punkt wird bei Fremdwährungsanlagen häufig unterschätzt.
Bietet ein Fremdwährungs-Festgeld beispielsweise 1 Prozentpunkt mehr Zinsen als eine Anlage in Euro, wirkt dieser Vorteil zunächst attraktiv.
Wertet die Fremdwährung während der Laufzeit jedoch um 5 % gegenüber dem Euro ab, ist der zusätzliche Zinsertrag deutlich kleiner als der Wechselkurseffekt.
Wechselkurse können sich innerhalb eines Jahres durchaus stärker verändern als die Zinssätze verschiedener Festgeldangebote voneinander abweichen.
Fremdwährungs-Festgeld sollte deshalb nicht allein anhand des beworbenen Zinssatzes beurteilt werden.
Auch Kosten für den Währungswechsel berücksichtigen
Zusätzlich sollte geprüft werden, welche Kosten oder Wechselkursspannen beim Umtausch entstehen.
Wer zunächst Euro in US-Dollar oder Britische Pfund und später wieder zurück in Euro tauscht, führt zwei Währungstransaktionen durch.
Der tatsächlich verwendete Umrechnungskurs kann vom am Finanzmarkt genannten Referenzkurs abweichen. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen, die die Rendite reduzieren.
Vor dem Abschluss sollte deshalb geklärt werden, zu welchen Konditionen die Umrechnung erfolgt und welche weiteren Entgelte gegebenenfalls anfallen.
Fremdwährungs-Festgeld ist nicht mit Euro-Festgeld gleichzusetzen
Ein klassisches Euro-Festgeld wird häufig gewählt, weil Anleger eine möglichst gut kalkulierbare Geldanlage suchen. Bei einer Fremdwährungsanlage geht ein Teil dieser Kalkulierbarkeit verloren.
Der Zinssatz ist zwar weiterhin fest vereinbart. Der Wert des Kapitals in Euro ist es jedoch nicht.
Für Anleger, deren Referenzwährung der Euro ist, entsteht dadurch ein zusätzliches Risiko, das bei einer normalen Festgeldanlage in Euro nicht besteht.
Aus einer vermeintlich konservativen Festgeldanlage wird damit teilweise auch eine Währungsspekulation.
Für wen eignet sich Fremdwährungs-Festgeld eher nicht?
Wer Festgeld hauptsächlich wegen der hohen Sicherheit und der exakt kalkulierbaren Rendite auswählt, sollte Fremdwährungsangebote besonders kritisch betrachten.
Das gilt insbesondere dann, wenn das Geld nach der Laufzeit definitiv wieder in Euro benötigt wird.
Auch Anleger ohne Erfahrung mit Wechselkursrisiken sollten einen höheren Fremdwährungszins nicht automatisch als besseres Angebot betrachten.
Ein Unterschied von beispielsweise einem oder zwei Prozentpunkten beim Zinssatz kann durch eine entsprechende Bewegung des Wechselkurses schnell ausgeglichen werden.
Fazit: Nicht nur auf den höheren Zinssatz schauen
Festgeld in US-Dollar oder Britischen Pfund kann unter bestimmten Voraussetzungen interessant sein. Ein höherer Nominalzins allein reicht jedoch nicht aus, um die Attraktivität der Anlage zu beurteilen.
Neben dem Festgeldzins bestimmen insbesondere der Wechselkurs und mögliche Umrechnungskosten darüber, welche Rendite am Ende tatsächlich in Euro erzielt wird.
Wer sein Geld ursprünglich in Euro besitzt und nach der Laufzeit wieder Euro benötigt, geht mit Fremdwährungs-Festgeld ein zusätzliches Wechselkursrisiko ein. Ein höherer Zinssatz bedeutet deshalb keineswegs automatisch eine höhere Rendite.
Vor dem Abschluss sollten Anleger immer zwei Fragen beantworten: Wie groß ist der Zinsvorteil gegenüber einem vergleichbaren Euro-Festgeld – und wie würde sich eine stärkere Auf- oder Abwertung der Fremdwährung auf das eigene Anlageergebnis auswirken?