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INHALT

Nettovermögen berechnen: Wie reich bist du wirklich?

Dein Nettoeinkommen sagt nur bedingt etwas über deine finanzielle Situation aus. Erst, wenn du dein Nettovermögen berechnet hast, kannst du eine fundierte Aussage darüber treffen, wie reich du wirklich bist. Finde heraus, wie du dein Nettovermögen berechnen kannst.

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Was ist das Nettovermögen?

Das Nettovermögen gehört zu den wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung deiner finanziellen Situation. Du berechnest dein Nettovermögen, indem du von deinem Vermögen deine Schulden abziehst.

Dein Vermögen umfasst folgende Werte:

  • Immobilien
  • Autos
  • Kapitalanlagen (Aktien, Anleihen)
  • Einlagen (Girokonto, Sparbuch, Tagesgeldkonto)
  • Wertvolle Sachwerte (Briefmarken, Whiskey etc.)

Dein Vermögen kannst du weiterhin in risikofreie Werte (z.B. Anleihen) und risikoreiche Werte (z.B. Aktien) unterteilen. Je höher die Ertragschancen, desto höher ist grundsätzlich auch das Risiko der entsprechenden Wertanlage. 

Aus diesem Grund sind auch Spareinlagen bei deiner Hausbank so niedrig verzinst. Sie tragen kaum Risiken. Über die Einlagensicherung sind deutsche Konten bis zu 100.000 Euro geschützt. Aktien wiederum unterliegen hohen Wertschwankungen – bieten im Gegenzug jedoch hohe Renditechancen.

Zu deinen Schulden (oder Verbindlichkeiten) gehören folgende Beispiele:

  • Autokredit
  • Baufinanzierung
  • Studienkredit (Kfw) und Bafög

In der nachfolgenden Tabelle haben wir beispielhaft die Berechnung des Nettovermögens eines jungen Paares dargestellt.

Posten Kateogorie Betrag
Immobilie 200.000 Euro Vermögenswert
Spareinlagen (Bank) 15.000 Euro Vermögenswert
Auto 13.000 Euro Vermögenswert
Depot (Aktien & ETFs) 43.340 Euro Vermögenswert
Studienkredit 9.000 Euro Verbindlichkeit
Baufinanzierung 120.000 Euro Verbindlichkeit

Wie du sehen kannst, beträgt das Nettovermögen des Paares 142.340 Euro. Die hohen Wertanlagen wirken zwar nach außen hin nach wesentlich mehr Vermögen, werden jedoch durch die ebenfalls hohen Kreditvolumen relativiert.

Bei einer Baufinanzierung handelt es sich oft um einen sinnvollen Kredit, da ihm ein Vermögenswert gegenübersteht, der im Zeitablauf wesentlich mehr wert sein kann als der Kredit.

Nettovermögen oder Reinvermögen?

Nettovermögen und Reinvermögen werden häufig synonym verwendet. Tatsächlich existiert kein Unterschied in den Definitionen. Reinvermögen findet als Fachbegriff überwiegend in der Buchhaltung, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung statt.

Beispiel: Nettovermögen berechnen mit unserem Excel-Rechner

Unser Nettovermögen Rechner hilft dir dabei, einen Überblick über deine gesamte Finanzsituation zu gewinnen. Nach dem kostenlosen Download kannst du im ersten Tabellenblatt deine Vermögenswerte, sowie auch deine Schulden eintragen. Um dein Nettovermögen berechnen zu können, musst du dann sämtliche Daten eintragen.

Das Tool berechnet automatisch dein Nettovermögen und zeigt dir, wie hoch das durchschnittliche Nettovermögen deiner Altersgruppe ist. 

Im Video erklären wir dir anhand eines Beispiels, wie der Rechner genau funktioniert.

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Welche Aussagekraft hat das Nettovermögen?

Die Aussagekraft des Nettovermögens wird häufig in Frage gestellt. Tatsächlich ist es ratsam, die Kennzahl nicht absolut zu bewerten, sondern ebenfalls auf die Zusammensetzung zu achten. Ein Nettovermögen von 50.000 Euro (in Aktien investiert) kann wesentlich mehr Wachstumspotenzial aufweisen als ein Nettovermögen von 100.000 Euro (auf dem Sparbuch). 

Die Art, wie das Vermögen investiert ist und welche Rendite es erzielt, spielt eine wesentliche Rolle bei der Bewertung des Nettovermögens.

Auch auf der Seite der Verbindlichkeiten kann es zu signifikanten Diskrepanzen kommen. Ein Dispokredit mit einem Zinssatz von 9,4 Prozent ist weitaus unattraktiver als ein Immobilienkredit mit einem Zinssatz von 1,6 Prozent – auch wenn das Kreditvolumen gleich ist. 

Beim Immobilienkredit finanzierst du einen Vermögenswert, der zukünftig Wertsteigerungen erzielen soll. Der Zinsaufwand ist steuerlich sogar absetzbar. Beim Dispokredit finanzierst du reinen Konsum.

Einkommensreichtum vs. Vermögensreichtum

Ob jemand statistisch gesehen als reich bezeichnet werden kann, hängt davon ab, welche Art des Reichtums wir betrachten.

Laut Definition des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gilt jemand als reich, sobald diese Person mehr als das Dreifache des Medians des Nettogehalts der Bevölkerung verdient. In Deutschland wären das ca. 5.700 Euro pro Monat. 

Laut einer anderen Definition genügt jedoch schon, dass ein Einkommen vorliegt, das zu den obersten 10 Prozent in Deutschland gehört. Laut Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IDW) ist demnach eine alleinstehende Person mit einem Nettoeinkommen von 3.529 Euro pro Monat bereits wohlhabend.

Beim Vermögensreichtum sieht die Statistik folgendermaßen aus: Im Zuge einer Studie hat das IDW bestimmt, dass alle Menschen mit einem Vermögen über 477.200 Euro statistisch betrachtet als reich bezeichnet werden können.

Nettovermögen nach Altersgruppen in Deutschland

Reichtum ist relativ. Viele von uns vergleichen ihre Nettovermögen, um herauszufinden, wer reich ist und wer nicht. Dabei wird jedoch häufig ein wichtiger Faktor vergessen: das Alter. Junge Menschen haben in der Regel ein geringeres Nettovermögen als ältere Menschen. Das liegt schlichtweg daran, dass sie weniger Zeit hatten, Vermögen aufzubauen. Auch die Gehälter steigen mit dem Alter an.

Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, sich mit Gleichaltrigen und nicht mit dem Gesamtdurchschnitt zu vergleichen. So können weitaus sinnvollere Aussagen getroffen werden. 

Eine 34-Jährige gehört mit einem Nettovermögen von 202.200 Euro bereits zu den reichsten Menschen in ihrer Altersgruppe. In der wohlhabendsten Altersgruppe liegt das oberste Perzentil bei 625.400 Euro.

So erhöhst du dein Nettovermögen

Du weißt jetzt, was Nettovermögen bedeutet und wie du dein Nettovermögen berechnen kannst. Jetzt schauen wir uns einmal an, wie du dein Nettovermögen steigern kannst.

In risikoreiche Vermögenswerte investieren

Um dein Nettovermögen zu erhöhen und deine finanzielle Freiheit zu erreichen, kannst du z.B. in Vermögenswerte mit positiven Renditeerwartungen investieren. Dazu gehören:

  • Aktien
  • Anleihen (höher verzinst)
  • Immobilien
  • Kryotowerte
  • P2P-Kredite
  • Sachwerte

Eine positive Renditeerwartung geht jedoch auch mit höheren Anlagerisiken einher. Diese solltest du bei der Zusammenstellung deines Nettovermögens beachten. Es ist wichtig, dass du deine Asset Allocation so wählst, dass sie zu deinem Risikoprofil passt. 

Bist du beispielsweise sehr risikoavers, dann sind eine hohe Aktienquote oder Kryptowerte keine sinnvolle Option.

Achte beim Vermögensaufbau stets auf eine breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und Regionen hinweg. Damit eliminierst du Klumpenrisiken in deinem Portfolio.

Sparrate erhöhen (Vorsicht: Inflation)

Beim Investieren sorgst du dafür, dass deine Wertanlagen langfristig für dich arbeiten. Mit der Zeit setzt der Zinseszinseffekt ein und sorgt für exponentielles Wachstum (zumindest in der Theorie). 

Wer sein Einkommen erhöht und monatlich mehr Geld zur Seite legt, erhöht auch das Nettovermögen – jedoch nur durch reine Sparleistung. Echtes Wachstum entsteht erst dann, wenn das Vermögen sich von selbst verzinst.

Außerdem solltest du bei Spareinlagen immer auf die hohe Abweichung zur Inflation achten. Die Zinsen befinden sich aktuell weiterhin auf einem niedrigen Niveau, während die Inflation neue Rekordstände verzeichnet. 

Spareinlagen erreichen demnach keinen Inflationsschutz. Dieser wird auch durch Aktien oder Immobilien nicht garantiert – die Wahrscheinlichkeit ist dennoch höher.

Schuldenfrei werden und Konsumkredite vermeiden

Wie du bereits weißt, kannst du dein Nettovermögen berechnen, indem du von deinen Vermögenswerten deine Schulden abziehst. Je niedriger deine Schulden sind, desto höher ist dein Nettovermögen. 

Aus diesem Grund empfehlen wir dir, deine Schulden konsequent abzubauen und Verzugszinsen zu vermeiden – und erst recht keine teuren Kredite aufzunehmen.

Ein effektiver Schuldenabbau beginnt mit einer Übersicht deiner Kredite. Der teuerste Kredit sollte dabei immer ganz oben auf der Liste stehen, da du diesen aufgrund der hohen Zinskosten als Erstes begleichen solltest. Schau dir dazu einmal die folgende Schuldentabelle an:

Kredit Zinssatz Kreditbetrag
Dispokredit 9,00 Prozent 2.000 Euro
Baufinanzierung 2,30 Prozent 45.000 Euro
Privatkredit (Familie) 1,70 Prozent 2.500 Euro

Die Zahlen haben wir uns ausgedacht und sollen dir zeigen, wie du den Abbau deiner Schulden priorisieren solltest. Dispokredite gehören zu den teuersten Kreditarten. Im Idealfall kannst du diese Situation vermeiden, indem du deine Budgets einhältst und einen Notgroschen aufbaust. 

Ist das nicht der Fall, solltest du diesen Kredit als erstes tilgen. Die hohen Zinskosten (ab 9 Prozent) dienen dazu, Menschen davon abzuhalten, ins Dispo zu rutschen.

Die beiden anderen Kreditarten kommen als nächstes. Da die Autofinanzierung teurer als der Immobilienkredit ist, solltest du auch hier priorisieren und gegebenenfalls von deinem Sondertilgungsrecht Gebrauch machen.

Bei einer Immobilie müssen wir die Situation anders bewerten: Du nimmst einen Kredit auf, baust damit jedoch gleichzeitig einen Vermögenswert auf, dessen Wert in Zukunft den Kreditbetrag übersteigen kann. Außerdem kannst du die Kreditraten über Mieteinnahmen finanzieren.

Lade dir den Nettovermögen Rechner (Excel) kostenlos herunter

Willst du endlich herausfinden, wie hoch dein Nettovermögen ist? Mit unserem kostenlosen Nettovermögen Rechner (Excel) findest du es in wenigen Schritten heraus. Trage dafür einfach deine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in das Tool ein. Dein Nettovermögen wird automatisch berechnet und angezeigt. 

Zusätzlich zum Nettovermögensrechner haben wir noch einen Schuldenspiegel integriert. Damit kannst du deine Kredite übersichtlich darstellen und nach Kreditvolumen, Laufzeit und Zinssatz sortieren.

Nettovermögen berechnen mit unserer Vorlage

Wir haben dir im Team einen kostenlosen Nettovermögensrechner  entwickelt. Mit einem Klick auf den nachfolgenden Button lädst du deine Vorlage kostenlos herunter und findest direkt heraus, wie reich du wirklich bist.

Welche Vermögenswerte gehören zum Nettovermögen?

Um dein Nettovermögen korrekt zu berechnen, musst du zunächst festlegen, welche Vermögenswerte und Schulden du einbeziehst. Bei Bankguthaben oder einem Depot ist das einfach. Schwieriger wird es bei Immobilien, Autos, Versicherungen oder Wertgegenständen.

Grundsätzlich gilt: Zum Vermögen gehören alle Vermögenswerte, die dir gehören und einen wirtschaftlichen Wert besitzen. Davon ziehst du deine noch bestehenden Verbindlichkeiten ab. Entscheidend ist dabei in der Regel der heutige Wert – nicht der ursprüngliche Kaufpreis.

Bankguthaben, Aktien, ETFs und Kryptowährungen

Bargeld sowie Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten kannst du mit ihrem aktuellen Bestand ansetzen.

Bei Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und anderen Wertpapieren zählt der aktuelle Marktwert. Hast du beispielsweise 40.000 Euro in ETFs investiert und dein Depot ist inzwischen 48.000 Euro wert, gehören 48.000 Euro in deine Vermögensaufstellung.

Dasselbe gilt grundsätzlich für Kryptowährungen. Aufgrund der stärkeren Kursschwankungen empfiehlt es sich hier besonders, einen festen Stichtag für die Berechnung zu verwenden.

Immobilien

Auch eine selbst genutzte oder vermietete Immobilie gehört zu deinem Vermögen. Dabei solltest du einen realistischen aktuellen Marktwert und nicht automatisch den ursprünglichen Kaufpreis verwenden.

Besteht noch eine Finanzierung, wird die aktuelle Restschuld als Verbindlichkeit abgezogen.

Beispiel:

Immobilienwert: 450.000 Euro
Restschuld: −280.000 Euro
Nettovermögen aus der Immobilie: 170.000 Euro

Ein Haus im Wert von 450.000 Euro erhöht dein Nettovermögen also nicht um den vollständigen Immobilienwert, solange darauf noch Schulden lasten.

Autos und andere Fahrzeuge

Ein Fahrzeug in deinem Eigentum kannst du ebenfalls berücksichtigen. Maßgeblich ist jedoch der heutige Verkaufswert.

Hast du ein Auto für 35.000 Euro gekauft, das heute noch ungefähr 19.000 Euro wert ist, setzt du 19.000 Euro an. Besteht zusätzlich ein Autokredit von 7.000 Euro, verbleiben daraus netto 12.000 Euro Vermögen.

Bei einem klassischen Leasingfahrzeug ist das anders: Da das Fahrzeug normalerweise nicht dir gehört, kannst du dessen Wert auch nicht deinem Vermögen zurechnen.

Versicherungen und Bausparverträge

Bei kapitalbildenden Lebens- und privaten Rentenversicherungen solltest du nicht einfach die Summe deiner bisherigen Beiträge als Vermögen ansetzen. Je nach Vertrag kann beispielsweise der aktuelle Vertrags- oder Rückkaufswert relevant sein.

Bei einem Bausparvertrag zählt das bereits vorhandene Guthaben. Eine mögliche zukünftige Darlehenssumme gehört dagegen nicht zu deinem Vermögen – schließlich handelt es sich dabei um geliehenes Geld.

Gold, Schmuck, Uhren und andere Wertgegenstände

Auch Gold, hochwertige Uhren, Schmuck, Kunst oder Sammlerstücke können zum Nettovermögen gehören. Entscheidend ist wiederum ihr realistischer aktueller Wert.

Gewöhnliche Haushaltsgegenstände musst du dagegen nicht einzeln erfassen. Zwar besitzen auch Möbel, Fernseher oder Küchengeräte einen Restwert, dieser ist für die Gesamtbetrachtung meistens unerheblich.

Eine pragmatische Regel lautet deshalb: Sachwerte solltest du vor allem dann separat berücksichtigen, wenn ihr Wert einen relevanten Einfluss auf dein Nettovermögen hat.

Gehören Rentenansprüche zum Nettovermögen?

Gesetzliche Rentenansprüche solltest du nicht einfach wie ein Depot oder Bankguthaben behandeln. Sie stellen einen Anspruch auf zukünftige Rentenzahlungen dar und sind kein Kapitalbetrag, über den du heute frei verfügen kannst.

Für die klassische Nettovermögensberechnung ist es daher sinnvoll, gesetzliche Rentenansprüche separat zu betrachten. Für deine Altersvorsorgeplanung sind sie natürlich trotzdem von großer Bedeutung.

Welche Schulden musst du abziehen?

Auf der anderen Seite der Rechnung stehen deine Verbindlichkeiten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Immobilienkredite
  • Auto- und Ratenkredite
  • Studienkredite
  • Dispokredite
  • Kreditkartenschulden
  • private Darlehen

Dabei zählt nicht die ursprünglich aufgenommene Kreditsumme, sondern die aktuell noch offene Restschuld.

Übersicht: Was gehört zum Nettovermögen?

PositionBerücksichtigen?Welchen Wert ansetzen?
Bargeld & BankguthabenJaaktueller Bestand
Aktien, ETFs & FondsJaaktueller Marktwert
KryptowährungenJaaktueller Marktwert
ImmobilieJarealistischer Marktwert
Auto im EigentumJarealistischer Verkaufswert
Leasingfahrzeugin der Regel neingehört normalerweise nicht dir
BausparvertragJaaktuelles Guthaben
Lebens-/Rentenversicherungje nach Vertragz. B. aktueller Rückkaufswert
Gold & EdelmetalleJaaktueller Marktwert
Schmuck, Uhren & Kunstbei relevantem Wertrealistischer Verkaufswert
Haushaltsgegenständemeist nicht notwendignur bei relevantem Wert
gesetzliche Rentenansprücheseparat betrachtenkein frei verfügbares Vermögen
Kredite & sonstige SchuldenJa, negativaktuelle Restschuld

Realistisch statt auf den Euro genau

Deine Vermögensaufstellung muss nicht bis auf den letzten Euro exakt sein. Gerade bei Immobilien, Fahrzeugen und anderen Sachwerten lässt sich der tatsächliche Verkaufspreis ohnehin erst bei einem Verkauf feststellen.

Wichtiger ist, realistische Werte zu verwenden und nach derselben Methode vorzugehen, wenn du dein Nettovermögen später erneut berechnest. So kannst du nicht nur deinen aktuellen Vermögensstand bestimmen, sondern auch nachvollziehen, wie sich dein Nettovermögen über die Jahre entwickelt.

So bewertest du deine Vermögenswerte richtig

Bei Bankguthaben und Wertpapieren lässt sich der aktuelle Wert meist einfach ablesen. Schwieriger wird es bei Immobilien, Autos oder anderen Sachwerten. Hier gibt es keinen täglich sichtbaren Kontostand oder Börsenkurs.

Für die Berechnung deines Nettovermögens solltest du deshalb möglichst den Wert ansetzen, den du bei einem Verkauf aktuell realistisch erzielen könntest. Der ursprüngliche Kaufpreis ist dafür häufig ungeeignet.

Immobilien realistisch bewerten

Bei Immobilien solltest du dich am aktuellen Marktwert orientieren. Dieser kann deutlich über oder unter dem damaligen Kaufpreis liegen.

Für eine erste Einschätzung kannst du vergleichbare Immobilien in derselben Lage heranziehen. Dabei spielen unter anderem Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr, Zustand, Ausstattung und Lage eine Rolle. Für eine genauere Bewertung kommen beispielsweise professionelle Immobilienbewertungen infrage.

Wichtig ist vor allem, nicht mit einem optimistischen Wunschpreis zu rechnen. Für die Nettovermögensberechnung ist eine eher realistische bis konservative Einschätzung sinnvoll.

Besteht noch ein Immobilienkredit, wird die aktuelle Restschuld separat als Verbindlichkeit abgezogen.

Den aktuellen Wert eines Autos bestimmen

Auch beim Auto zählt nicht der damalige Kaufpreis, sondern der heutige Marktwert. Gerade in den ersten Jahren können Fahrzeuge erheblich an Wert verlieren.

Eine gute Orientierung liefern vergleichbare Fahrzeuge mit ähnlichem Baujahr, Kilometerstand, Motorisierung und Ausstattung. Entscheidend ist dabei, welchen Preis du bei einem Verkauf realistischerweise erzielen könntest.

Ein Auto, das ursprünglich 40.000 Euro gekostet hat und heute noch etwa 23.000 Euro wert ist, sollte entsprechend nur mit 23.000 Euro in deine Vermögensaufstellung einfließen.

Wertpapiere und Kryptowährungen zum Stichtag erfassen

Bei Aktien, ETFs, Fonds und Kryptowährungen ist die Bewertung einfacher: Du verwendest den aktuellen Marktwert.

Wenn du dein Nettovermögen regelmäßig dokumentierst, solltest du dafür einen festen Stichtag wählen – beispielsweise den letzten Tag jedes Quartals oder den 31. Dezember eines Jahres. So lassen sich die Ergebnisse später besser miteinander vergleichen.

Bei stark schwankenden Anlagen kann sich dein Nettovermögen kurzfristig deutlich verändern. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich deine langfristige finanzielle Situation im gleichen Umfang verbessert oder verschlechtert hat.

Bei Sachwerten zählt der Verkaufswert

Bei Gold und anderen Edelmetallen lässt sich der Marktwert vergleichsweise einfach bestimmen. Schwieriger ist es bei Uhren, Schmuck, Kunst oder Sammlerstücken.

Hier solltest du nicht den Neupreis oder einen möglichen Händlerpreis verwenden, sondern möglichst den Betrag, den du bei einem realistischen Verkauf erzielen könntest. Bei größeren Vermögenswerten kann gegebenenfalls eine professionelle Schätzung sinnvoll sein.

Kleinere Gegenstände musst du dagegen nicht ständig neu bewerten. Ob einige Haushaltsgegenstände zusammen 2.000 oder 2.500 Euro wert sind, verändert das Gesamtbild bei einem größeren Vermögen kaum.

Verwende immer dieselbe Bewertungsmethode

Noch wichtiger als eine vermeintlich perfekte Bewertung ist die Konsistenz. Wenn du deine Immobilie heute konservativ anhand vergleichbarer Verkaufspreise bewertest, solltest du bei der nächsten Berechnung ähnlich vorgehen.

So verhinderst du, dass dein Nettovermögen allein deshalb stark steigt oder fällt, weil du deine Bewertungsmethode geändert hast.

Das Ziel ist schließlich nicht, dein Vermögen möglichst hoch erscheinen zu lassen. Die Berechnung soll dir eine realistische Momentaufnahme liefern und zeigen, wie sich dein Vermögen tatsächlich entwickelt.

Bruttovermögen, Nettovermögen und liquides Nettovermögen

Das Nettovermögen ist eine wichtige Kennzahl, zeigt aber nicht die gesamte finanzielle Situation. Für eine bessere Einordnung lohnt es sich, zwischen Bruttovermögen, Nettovermögen und liquidem Nettovermögen zu unterscheiden.

Bruttovermögen

Das Bruttovermögen bezeichnet die Summe aller Vermögenswerte, ohne vorhandene Schulden abzuziehen. Dazu zählen beispielsweise Bankguthaben, Wertpapiere, Immobilien und Fahrzeuge.

Besitzt du eine Immobilie im Wert von 400.000 Euro und ein Depot mit 50.000 Euro, beträgt dein Bruttovermögen 450.000 Euro. Ob auf der Immobilie noch ein Kredit lastet, spielt für das Bruttovermögen zunächst keine Rolle.

Nettovermögen

Beim Nettovermögen werden dagegen sämtliche Verbindlichkeiten berücksichtigt:

Nettovermögen = Bruttovermögen − Verbindlichkeiten

Beträgt dein Bruttovermögen 450.000 Euro und bestehen noch Schulden von 250.000 Euro, liegt dein Nettovermögen bei 200.000 Euro. Damit ist das Nettovermögen deutlich aussagekräftiger als die bloße Summe deiner Vermögenswerte.

Liquides Nettovermögen

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, einen Blick auf dein liquides Nettovermögen zu werfen. Gemeint ist vereinfacht der Teil deines Vermögens, der kurzfristig verfügbar oder relativ schnell zu Geld gemacht werden kann. Dazu gehören insbesondere Bankguthaben sowie börsengehandelte Anlagen wie Aktien und ETFs.

Eine selbst genutzte Immobilie ist dagegen zwar ein wichtiger Bestandteil des Nettovermögens, aber nicht liquide. Um das darin gebundene Kapital verfügbar zu machen, müsstest du beispielsweise die Immobilie verkaufen, beleihen oder anderweitig Kapital daraus freisetzen.

Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn ein hohes Nettovermögen bedeutet nicht automatisch, dass gleichzeitig viel frei verfügbares Kapital vorhanden ist.

Gleiches Nettovermögen bedeutet nicht die gleiche finanzielle Situation

Angenommen, Person A besitzt eine Immobilie im Wert von 500.000 Euro sowie 50.000 Euro in Depot und Bankguthaben. Gleichzeitig besteht noch ein Immobilienkredit von 250.000 Euro. Das Nettovermögen beträgt damit 300.000 Euro.

Person B besitzt dagegen ein Wertpapierdepot von 250.000 Euro und 50.000 Euro Bankguthaben, hat aber keine Schulden. Auch hier beträgt das Nettovermögen 300.000 Euro.

Auf dem Papier sind beide Personen also gleich vermögend. Ihre finanzielle Situation unterscheidet sich trotzdem erheblich. Bei Person A steckt der größte Teil des Vermögens in einer Immobilie und gleichzeitig besteht eine größere Verbindlichkeit. Person B verfügt dagegen über deutlich mehr Vermögen, das kurzfristig verfügbar oder veräußerbar ist.

Keine der beiden Vermögensstrukturen muss deshalb automatisch besser sein. Das Beispiel zeigt vielmehr, warum du dein Nettovermögen nicht isoliert betrachten solltest. Neben der absoluten Höhe ist entscheidend, wie sich dein Vermögen zusammensetzt, wie hoch deine Schulden sind und welcher Teil deines Vermögens bei Bedarf tatsächlich verfügbar ist.

Wieso ist die Berechnung des Nettovermögens wichtig, um Deine finanzielle Zukunft zu planen?

Die regelmäßige Berechnung Deines Nettovermögens verschafft Dir einen realistischen Überblick darüber, wo Du finanziell tatsächlich stehst. Einkommen und Kontostand allein reichen dafür nicht aus. Ein hohes Einkommen bedeutet beispielsweise nicht automatisch, dass Du bereits ein großes Vermögen aufgebaut hast. Umgekehrt kann jemand mit einem vergleichsweise durchschnittlichen Einkommen über viele Jahre ein beträchtliches Vermögen angespart und investiert haben.

Dein Nettovermögen bringt deshalb verschiedene Bereiche Deiner finanziellen Situation in einer Kennzahl zusammen. Du siehst, welches Vermögen Du bereits aufgebaut hast, welche Schulden noch bestehen und wie viel nach Abzug aller Verbindlichkeiten tatsächlich übrig bleibt. Das schafft eine wesentlich bessere Grundlage für langfristige Entscheidungen.

Besonders hilfreich wird die Kennzahl, wenn Du sie regelmäßig berechnest. Eine einzelne Vermögensaufstellung ist zunächst nur eine Momentaufnahme. Vergleichst Du Dein Nettovermögen dagegen beispielsweise einmal im Jahr, erkennst Du, ob sich Deine finanzielle Situation langfristig verbessert. Steigende Depotwerte, zusätzliche Ersparnisse und sinkende Kreditschulden sollten sich mit der Zeit in einem wachsenden Nettovermögen widerspiegeln.

Dadurch kannst Du auch besser beurteilen, ob Du Deinen finanziellen Zielen näherkommst. Möchtest Du Eigenkapital für eine Immobilie aufbauen, früher in Rente gehen oder langfristig ein bestimmtes Vermögen erreichen, kannst Du anhand der Entwicklung erkennen, ob Dein bisheriger Spar-, Investitions- und Tilgungsplan dafür ausreicht.

Gleichzeitig macht die Berechnung mögliche Schwachstellen sichtbar. Ein auf den ersten Blick hohes Vermögen kann beispielsweise größtenteils in einer Immobilie gebunden sein, während kaum liquide Rücklagen vorhanden sind. Ebenso können hohe Vermögenswerte durch erhebliche Kreditschulden relativiert werden.

Das Nettovermögen ist deshalb mehr als eine Zahl zum Vergleich mit anderen. Richtig eingesetzt dient es als persönlicher finanzieller Orientierungspunkt: Es zeigt Dir Deinen aktuellen Stand, macht Fortschritte über längere Zeiträume sichtbar und hilft Dir dabei, zukünftige finanzielle Entscheidungen auf einer belastbaren Grundlage zu treffen.

5 Kennzahlen, die Du neben Deinem Nettovermögen kennen solltest

Das Nettovermögen gibt Dir einen guten Überblick über Deine finanzielle Gesamtsituation. Für sich allein betrachtet sagt die Kennzahl jedoch noch nicht alles aus. Wie stabil Deine Finanzen sind und wie schnell Du Vermögen aufbaust, lässt sich besser beurteilen, wenn Du zusätzlich einige weitere Kennzahlen im Blick behältst.

1. Sparquote

Die Sparquote zeigt, welchen Anteil Deines verfügbaren Einkommens Du regelmäßig zurücklegst. Sie lässt sich vereinfacht berechnen, indem Du Deine monatliche Sparsumme durch Dein monatliches Nettoeinkommen teilst.

Sparquote = Sparsumme ÷ Nettoeinkommen × 100

Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro und einer monatlichen Sparsumme von 600 Euro beträgt Deine Sparquote beispielsweise 20 Prozent.

Die Sparquote ist besonders hilfreich, weil sie zeigt, wie viel finanziellen Spielraum Du für den Vermögensaufbau hast. Dabei gibt es keine Sparquote, die für jeden gleichermaßen richtig ist. Einkommen, Wohnkosten, Familie und persönliche Ziele unterscheiden sich dafür zu stark.

2. Verschuldungsquote

Neben der Höhe Deines Vermögens solltest Du wissen, welcher Anteil davon durch Schulden belastet ist. Eine einfache Möglichkeit ist, Deine gesamten Verbindlichkeiten ins Verhältnis zu Deinen Vermögenswerten zu setzen.

Verschuldungsquote = Verbindlichkeiten ÷ Bruttovermögen × 100

Besitzt Du Vermögenswerte von 400.000 Euro und hast noch Schulden von 200.000 Euro, beträgt Deine Verschuldungsquote 50 Prozent.

Die Zahl sollte allerdings immer im Zusammenhang betrachtet werden. Ein Immobilienkredit, dem eine werthaltige Immobilie gegenübersteht, ist anders zu beurteilen als hohe Konsumschulden ohne entsprechenden Vermögenswert.

3. Liquiditätsreserve

Dein Nettovermögen kann hoch sein und trotzdem kannst Du kurzfristig finanziell wenig Spielraum haben. Deshalb solltest Du wissen, wie lange Deine sofort verfügbaren Rücklagen Deine laufenden Ausgaben decken könnten.

Liquiditätsreserve = verfügbare Rücklagen ÷ monatliche Ausgaben

Hast Du beispielsweise 12.000 Euro auf Tages- und Girokonten und benötigst monatlich 3.000 Euro, entspricht Deine Liquiditätsreserve vier Monatsausgaben.

Diese Kennzahl hilft Dir einzuschätzen, wie gut Du unerwartete Ausgaben oder vorübergehende Einkommensausfälle auffangen kannst, ohne Investments verkaufen oder neue Schulden aufnehmen zu müssen.

4. Investitionsquote

Die Investitionsquote zeigt, welcher Anteil Deines Vermögens tatsächlich investiert ist. Dazu können beispielsweise Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen oder andere Kapitalanlagen gehören.

Investitionsquote = investiertes Vermögen ÷ Bruttovermögen × 100

Eine hohe Investitionsquote ist nicht automatisch besser. Sie zeigt zunächst lediglich, wie Dein Vermögen strukturiert ist. Wer beispielsweise gerade Eigenkapital für einen Immobilienkauf aufbaut, wird möglicherweise bewusst einen größeren Betrag auf Tages- oder Festgeld halten.

Interessant wird die Kennzahl vor allem im Zeitverlauf: Du erkennst, welcher Teil Deines Vermögens investiert ist und welcher Teil als liquide Reserve oder in anderen Vermögenswerten gehalten wird.

5. Vermögenswachstum

Schließlich solltest Du beobachten, wie sich Dein Nettovermögen tatsächlich entwickelt. Dafür vergleichst Du Deinen aktuellen Wert mit einer früheren Vermögensaufstellung.

Vermögenswachstum = aktuelles Nettovermögen − vorheriges Nettovermögen

Ist Dein Nettovermögen innerhalb eines Jahres beispielsweise von 120.000 auf 140.000 Euro gestiegen, hast Du Dein Vermögen in diesem Zeitraum um 20.000 Euro erhöht.

Besonders interessant ist anschließend die Frage, woher dieses Wachstum stammt. Es kann durch regelmäßiges Sparen, Tilgung von Krediten oder Wertsteigerungen Deiner Investments und anderer Vermögenswerte entstehen. Ebenso können Kursverluste oder neue Schulden Dein Nettovermögen reduzieren.

Zusammen betrachtet geben Dir diese fünf Kennzahlen deshalb ein wesentlich vollständigeres Bild als das Nettovermögen allein. Du siehst nicht nur, wie viel Vermögen Du besitzt, sondern auch, wie schnell Du es aufbaust, wie liquide Du bist und welche Rolle Schulden und Investments dabei spielen.

Fazit: Das Nettovermögen als finanzieller Kompass

Die Berechnung Deines Nettovermögens gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, einen realistischen Überblick über Deine finanzielle Situation zu bekommen. Indem Du sämtliche Vermögenswerte Deinen bestehenden Schulden gegenüberstellst, erhältst Du eine Kennzahl, die deutlich aussagekräftiger ist als der Blick auf Einkommen, Depot oder Kontostand allein.

Noch wichtiger als der aktuelle Betrag ist jedoch die Entwicklung über einen längeren Zeitraum. Wenn Du Dein Nettovermögen regelmäßig berechnest, kannst Du nachvollziehen, ob Deine Ersparnisse und Investments wachsen, Deine Schulden sinken und Du Deinen finanziellen Zielen tatsächlich näherkommst.

Dabei solltest Du die Zahl nie vollkommen isoliert betrachten. Ein hohes Nettovermögen kann größtenteils in einer Immobilie gebunden sein, während nur geringe liquide Rücklagen vorhanden sind. Auch Verschuldung, Sparquote und die Zusammensetzung Deines Vermögens spielen eine wichtige Rolle.

Letztlich geht es daher nicht darum, einen möglichst hohen Wert auf dem Papier zu erreichen oder sich ständig mit anderen zu vergleichen. Dein Nettovermögen ist vor allem ein persönlicher finanzieller Kompass, mit dem Du Fortschritte messen, Schwachstellen erkennen und Deine langfristige Finanzplanung fundierter gestalten kannst.

FAQ - Nettovermögen berechnen

Zum privaten Nettovermögen gehören sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die du als Privatperson aufgebaut hast. Darunter fallen alle Gegenstände und Vermögenswerte, die sich in deinem Besitz befinden und werthaltig sind. Ziehst du von diesem Wert deine Schulden ab, dann bestimmst du dein privates Nettovermögen.

Das Bruttovermögen ist die Summe deiner Vermögenswerte – ohne Abzug deiner Schulden. Aus diesem Grund ist das Bruttovermögen auch größer als das Nettovermögen.

Deutsche besitzen laut einer Statistik der Bundesbank ein durchschnittliches Nettovermögen von 232.800 Euro. Die Zahl ist aufgrund der Verzerrung durch starke Ausreißer nach oben leider nicht repräsentativ.

Das kommt ganz auf deinen individuellen Fall an – prinzipiell existieren keine Daumenregeln für die Höhe deines Nettovermögens. Eine Orientierung an Durchschnittswerten anderer Menschen ist nicht wirklich sinnvoll. Fang frühzeitig an, Vermögen aufzubauen, gerade im Hinblick auf deine private Altersvorsorge. Sei beim Aufbau von Schulden vorsichtig und vergleiche Kredite miteinander, um dein Nettovermögen zu steigern.

Mit 30 Jahren haben Deutsche im Durchschnitt ein Vermögen von 50.000 Euro aufgebaut. Wie viel du im konkreten Fall haben solltest, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Die Situation eines Beamten mit hohem Einkommen und sicherer Pension ist anders zu bewerten als die eines Friseurs.

Das kommt ganz auf die Definition und deine Altersgruppe an. Bist du z.B. unter 30 Jahre alt, dann gehörst du mit 71.300 Euro bereits zu den reichsten 10 Prozent. Um im Gesamtdurchschnitt zu den reichsten 10 Prozent zu gehören, musst du jedoch ein Vermögen von 477.200 Euro anhäufen.

In Deutschland genügt ein Nettovermögen von 477.200 Euro, um zu den reichsten 10 Prozent zu gehören. Bei über 50-Jährigen beginnt die Oberschicht jedoch erst ab einem Vermögen von 539.200 Euro. Die Bewertung hängt von der Altersgruppe ab, der du angehörst.

In Deutschland gibt es (Stand: 2022) 1,63 Millionen Millionäre. Im Vergleich zu 2021 stieg die Zahl um 6,3 Prozent. Die Anzahl schwankt, da sich viele Deutsche an der Schwelle zur ersten Million befinden.

Über den Autor
Redaktion Finantio

Co-Founder von Finantio

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